Kurzratgeber Bauchdeckenstraffung

Anders als bei vielen anderen ästhetischen Behandlungen steht die Bauchdeckenstraffung bei weiblichen und männlichen Patienten etwa gleich hoch im Kurs. In den vergangenen Jahren fand sie sich regelmäßig unter den Top Ten der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen und wird laut aktueller DGÄPC-Patientenbefragung sogar häufiger vorgenommen als die Nasenkorrektur. Bei der auch als Abdominoplastik bekannten Operation entfernt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie überschüssiges Gewebe am Bauch. Die als „Fettschürze“ oder „Hängebauch“ bezeichneten Gewebeüberschüsse entstehen in der Regel infolge einer starken Gewichtsreduktion oder auch durch Nachlassen der Elastizität des Gewebes – zum Beispiel nach Schwangerschaften. Eine Bauchdeckenstraffung dient also nicht der Fettreduktion, sondern vielmehr der Anpassung der zu großen Körperhülle an die eigentliche Körperform.

Was ist vor einer Bauchdeckenstraffung zu beachten?

Vor einer Bauchdeckenstraffung verschafft sich der Ästhetisch-Plastische Chirurg im Rahmen des Beratungsgesprächs einen Überblick über die Ausgangssituation des Patienten. Er erfährt wichtige gesundheitliche Hintergründe sowie die Beweggründe und Wünsche und kann dem Patienten auf dieser Grundlage ein chirurgisches Vorgehen und eventuelle Alternativen empfehlen. Da sich stark überdehntes Haut- und Unterhautgewebe in der Regel nicht mehr durch Sport oder andere konservative Mittel zurückbilden lässt und sogar zu gesundheitlichen Problemen wie Hautentzündungen führen kann, stellt eine Bauchdeckenstraffung in vielen Fällen die einzige wirksame Option dar. Vor einer Bauchdeckenstraffung sollten Patienten ihr Gewicht mindestens ein halbes Jahr lang stabil halten, um eine spontane Gewichtszunahme nach der Operation zu vermeiden, da dies unter Umständen mit Risiken für die Narbenbildung verbunden ist.

Wie läuft eine Bauchdeckenstraffung ab?

Die für eine Bauchdeckenstraffung nötige Operation ist ein nicht zu unterschätzender Eingriff, der ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt wird und ein bis drei Stunden dauert. Im Zuge der Operation entfernt der Ästhetisch-Plastische Chirurg das überschüssige Gewebe durch einen möglichst narbensparenden Schnitt, der etwa zwischen Bauchnabel und Beckenknochen verläuft. Die entstehende Narbe lässt sich in der Regel gut mit Wäsche oder Badewäsche bedecken. Unmittelbar nach der Bauchdeckenstraffung erhält der Patient noch im Operationssaal eine spezielle Kompressionsbandage, die die Wundheilung unterstützt und zu einem optimalen Ergebnis beiträgt. Kleine Drainagen, die einige Tage im Körper verbleiben, sorgen dafür, dass entstehende Wundflüssigkeit abfließen kann.

Welche Nachbehandlungen sind nach einer Bauchdeckenstraffung nötig?

Nach einer Bauchdeckenstraffung ist ein kurzer stationärer Aufenthalt von ein bis vier Tagen empfehlenswert. Noch während des Aufenthalts entfernt der Chirurg die Wunddrainagen. Für die Dauer von etwa zwei bis drei Wochen nach dem Eingriff ist besondere körperliche Schonung ratsam. Bei Kontrolluntersuchungen zwei und drei Monate nach der Bauchdeckenstraffung überprüft der Facharzt den Verlauf der Wundheilung. Einen genauen Plan für die Nachbehandlung bespricht der Ästhetisch-Plastische Chirurg individuell mit dem jeweiligen Patienten.

DGÄPC-Informationen zum Thema Bauchdeckenstraffung

In diesem Kurzratgeber haben wir Ihnen in kompakter Form die wichtigsten Informationen zur Bauchdeckenstraffung zusammengestellt. Auf unseren Seiten bieten wir Ihnen weitere Informationen und einen umfangreichen PDF-Ratgeber zur Bauchdeckenstraffung. In unserem Ärzteverzeichnis finden Sie außerdem eine Übersicht über die Fachärzte in Ihrer Nähe, die Sie gern zum Thema Bauchdeckenstraffung beraten.

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