Kurzratgeber Brustverkleinerung

Auch wenn die Brustvergrößerung die beliebteste und wohl auch bekannteste ästhetisch-plastische Operation darstellt, so zählt doch auch die Brustverkleinerung zu den häufigsten Eingriffen, die von Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie vorgenommen werden. Nicht selten liegen bei Patientinnen, die sich für eine Brustverkleinerung interessieren, nicht nur ästhetische Beweggründe, sondern auch körperliche Probleme vor, die eine Korrektur nahelegen. So besteht zum Beispiel bei Rückenschmerzen aufgrund eines sehr großen Busens durchaus eine medizinische Indikation für eine Brustverkleinerung (Mammareduktion).

Was ist vor einer Brustverkleinerung zu beachten?

Vor jeder ästhetisch-plastischen Operation sollte ein intensives Beratungsgespräch mit dem behandelnden Facharzt stattfinden. So ist es auch vor einer Brustverkleinerung wichtig, im Vorfeld die Vorstellungen der Patientin mit dem abzugleichen, was medizinisch im Rahmen der Möglichkeiten liegt. Im Beratungsgespräch klärt der Facharzt auch über eventuelle Risiken und die verschiedenen möglichen Vorgehensweisen bei dem Eingriff auf. Nur so kann ein für die Patientin zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Grundlegend muss zwei Wochen vor der Operation auf alles verzichtet werden, was Einfluss auf die Blutgerinnung haben kann. Dazu gehören zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ist beispielsweise in Aspirin enthalten) und Vitamin C. Auch auf Nikotin und Alkohol sollte verzichtet werden. Damit sich der Ästhetisch-Plastische Chirurg ein genaues Bild von der Gewebestruktur der Brust machen kann, führt er eine Reihe von Voruntersuchungen durch.

Wie läuft eine Brustverkleinerung ab?

Für die Brustverkleinerung haben sich mit der Zeit eine Reihe unterschiedlicher OP-Methoden entwickelt, die auf die jeweilige Anatomie und Größe der Brüste abgestimmt sind. Die unterschiedlichen Schnitttechniken verfolgen vor allem das Ziel, möglichst wenig sichtbare Narben zu hinterlassen. Die heutzutage am häufigtsen angewandte Technik bei der Mammareduktion ist die narbensparende Technik nach Lejour, bei der lediglich eine mehr oder weniger sichtbare Narbe um die Brustwarze und in der Senkrechten zurück bleibt. Bei sehr großen Brüsten kann unter Umständen zusätzlich eine Quernarbe in der Umschlagsfalte nötig sein. Einen Überblick über die verschiedenen Techniken finden Sie auf den DGÄPC-Seiten und im umfassenden DGÄPC-Ratgeber Brustverkleinerung.

Nötige Nachbehandlungen nach einer Brustverkleinerung

Zum Erhalt der neuen Brustform muss die Patientin für mindestens sechs Wochen nach der Operation einen speziellen Büstenhalter tragen, sowohl am Tag als auch in der Nacht. In dieser Zeit muss die Patientin auch auf körperliche Aktivitäten, Solarienbesuche und Flugreisen verzichten. Es sind nur dann Nachbehandlungen notwendig, wenn es zu Wundheilungsstörungen kommen sollte. Falls die Form des Busens oder die Position der Brustwarze nicht den Wünschen der Patientin entspricht, können gegebenenfalls Nachkorrekturen vorgenommen werden. Schwellungen klingen nach drei bis vier Monaten ab, Narben glätten sich im Laufe des nächsten Jahres. Erst dann ist das endgültige Ergebnis der Brustverkleinerung sichtbar.

DGÄPC-Informationen zum Thema Brustverkleinerung

Auf der Internetseite der DGÄPC finden Sie einen umfangreicheren, kostenlosen Ratgeber zum Thema Brustverkleinerung. Hier können Sie erste Informationen einholen und sich so auf das Beratungsgespräch mit Ihrem Ästhetisch-Plastischen Chirurgen vorbereiten. Dort werden unter anderem weitere OP-Methoden vorgestellt und über mögliche Risiken und Alternativen berichtet.

Kommentare sind deaktiviert