Kurzratgeber Intimkorrektur

Eine Intimkorrektur – das war vor wenigen Jahren noch ein absolutes Tabuthema. Der große Vorteil: Patientinnen, die sich eine ästhetische Korrektur im Intimbereich wünschen, können sich heute viel besser und umfassender über die Möglichkeiten der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie auf diesem besonderen Gebiet informieren. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie der Intimkorrektur ist es sehr wichtig, auf gute Beratungsmöglichkeiten zurückzugreifen. In diesem Kurzratgeber haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Intimkorrektur zusammengestellt.

Was ist vor einer Intimkorrektur zu beachten?

Zu einer professionellen Behandlung gehört vor jeder Operation ein ausführliches Beratungsgespräch zwischen Patient und Operateur, dies gilt auch für die Intimkorrektur. Es gehört zu den Aufgaben des Arztes, die Patientin im Vorfeld genauestens über den Ablauf der Operation und über mögliche Risiken zu informieren. Außerdem sollten die Vorstellungen der Patientin mit dem abgeglichen werden, was im Rahmen der medizinischen Möglichkeiten liegt, damit ein realistisches Ergebnis kommuniziert werden kann. Das Beratungsgespräch zur Intimkorrektur wird ergänzt durch eine Voruntersuchung. Zwei Wochen vor der Operation sollte in Absprache mit behandelnden Ärzten auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente verzichtet werden, um das Komplikationsrisiko zu minimieren. Je nachdem, wie umfangreich die gewünschte Intimkorrektur ausfällt, weist der Ästhetisch-Plastische Chirurg im Vorfeld noch auf weitere Maßnahmen hin. Zum Beispiel sollten Patientinnen vor einer OP in Vollnarkose einige Stunden nichts zu sich genommen haben.

Wie läuft eine Intimkorrektur ab?

Wie eine Intimkorrektur konkret abläuft, hängt ganz davon ab, was im speziellen Fall operiert wird. Schamlippenkorrektur, Vaginalstraffung bzw. -verengung und die Hymenrekonstruktion gehören zu den häufigsten Varianten der Intimkorrektur in Deutschland. Mit einer Schamlippenkorrektur können die äußeren oder inneren Schamlippen vergrößert oder verkleinert werden. Eine Vergrößerung der äußeren Schamlippen kann beispielsweise durch den Einsatz von körpereigenem Fett erfolgen. Dabei wird zunächst Eigenfett von Bauch, Po oder der Innenseite der Knie entnommen, aufbereitet und in die betroffenen Stellen gespritzt. Diese gezielte Unterspritzung kann alternativ auch mit Hyaluronsäure durchgeführt werden. Bei der Verkleinerung der Schamlippen wird überschüssiges Gewebe chirurgisch entfernt. Eine Vaginalverengung verschafft der Patientin eine jugendlichere Anatomie ihrer Vagina. Dies geschieht in der Regel – wie bei der Schamlippenvergrößerung – mittels Eigenfettunterspritzung. Eine sogenannte Hymenrekonstruktion, also die Wiederherstellung des Jungfernhäutchens, wird durchgeführt, indem verbliebene Teile des Gewebes wieder zusammengenäht werden.

Nötige Nachbehandlungen nach einer Intimkorrektur

Nach einer Intimkorrektur empfiehlt es sich, ein oder zwei Stunden im Krankenhaus zu verweilen und sich auszuruhen. Ein stationärer Aufenthalt von mehreren Tagen ist in der Regel nicht notwendig. Auf Sport, Geschlechtsverkehr bzw. schwere körperliche Aktivitäten sollte die Patientin allerdings in den ersten vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff verzichten. Duschen darf die Patientin nach zwei bis drei Tagen, der Intimbereich sollte jedoch lediglich mit klarem Wasser oder einer pH-neutralen Seife gereinigt werden. Selbstverständlich hängt die notwendige Nachsorge von der Form des Eingriffs ab: Nach einer Hymenrekonstruktion kann die Patientin beispielsweise wieder normal gehen, Auto fahren oder duschen. Jedoch sollten in den ersten Wochen auch hier keine Cremes und Lotionen für den Intimbereich verwendet werden.

DGÄPC-Informationen zum Thema Intimkorrektur

Dieser Kurzratgeber gibt Auskunft über die wichtigsten Informationen zum Thema Intimkorrektur. Ausführlicheres finden Sie auf den Seiten der DGÄPC, auch beispielsweise zu den Themen Bruststraffung oder Fettabsaugung. Zudem finden Sie dort wie für alle gängigen ästhetisch-plastischen Operationen auch einen Patientenratgeber zur Intimkorrektur als PDF und eine detaillierte Checkliste, die Sie zur Vorbereitung auf das Beratungsgespräch heranziehen können. Einen kompetenten Facharzt in Ihrer Nähe finden Sie in unserem Ärzteverzeichnis.

Kommentare sind deaktiviert