Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Berlin, 9. September. Heute präsentierte die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) in Berlin die Ergebnisse ihrer diesjährigen Patientenbefragung und damit die Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. DGÄPC-Präsident Dr. Sven von Saldern erläuterte gemeinsam mit Dr. Jens H. Baetge, Tagungspräsident der 43. Jahrestagung der DGÄPC, die Ergebnisse der bundesweiten Befragung. Die DGÄPC-Patientenbefragung ermittelt die Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie, ermöglicht Einblicke in Motivation und Hintergründe der Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie und ist die einzige Erhebung dieser Art in Deutschland.

Immer mehr ältere Patienten

Patienten, die einen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen in Deutschland aufsuchen, sind heute durchschnittlich 42 Jahre und sechs Monate alt. Damit stieg der Altersdurchschnitt seit 2010 um etwa vier Jahre. „Beim Alter setzt sich ein bestehender Trend mit großer Deutlichkeit fort“, erläutert DGÄPC-Präsident von Saldern mit Blick auf die Ergebnisse. „Wir haben immer mehr ältere Patienten.“ Dies macht sich auch bei der Verteilung nach Altersgruppen bemerkbar: Während die 18- bis 30-Jährigen mit 24,5 Prozent einen kleineren Anteil darstellen als noch im Vorjahr (27,8 Prozent), nehmen Altersgruppen über 40 Jahre deutlich zu. Laut der aktuellen Erhebung sind männliche Patienten mit 44,4 Jahren durchschnittlich mehr als zwei Jahre älter als weibliche (42,2 Jahre).

Das Ende des Männertrends?

Die Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie der letzten Jahre zeigten, dass Männer als Patienten immer größere Bedeutung gewannen. So liegt der Anteil männlicher Patienten heute mit 13,5 Prozent deutlich über den in der ersten DGÄPC-Patientenbefragung 2008 ermittelten 9,6 Prozent. Allerdings ging der Männeranteil 2015 im Vergleich zu 2013 (17,1 Prozent) und 2014 (14,7 Prozent) merklich zurück. „Von einem Männertrend können wir nicht mehr sprechen“, betont DGÄPC-Präsident von Saldern. Bei Patienten, die sich nichtinvasiven Behandlungen unterziehen, ist der Männeranteil mit 7,5 Prozent sogar deutlich geringer als bei den chirurgischen Maßnahmen (14,4 Prozent).

Dr. Baetge zu den Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie: „Unseren Patienten geht es um Lebensqualität.“

Erstmals bat die DGÄPC die Teilnehmer der Patientenbefragung mit einer offenen Frage um Auskunft über die Hoffnungen, die sie mit der gewünschten ästhetisch-plastischen Behandlung verbinden. „Unseren Patienten geht es um Lebensqualität“, fasst Tagungspräsident Baetge zusammen. Mit 15,3 Prozent fällt der Begriff „Aussehen“ bei den Antworten am häufigsten, doch auch Schlagworte wie „Wohlbefinden“, „Selbstsicherheit“ oder „ein besseres Körpergefühl“ werden häufig genannt. Für Baetge bestätigen sich damit praktische Erfahrungen mit den Patienten in seiner Klinik.

Die Ergebnisse der Patientenbefragung 2015 stellt die DGÄPC in ihrem DGÄPC-Magazin 2015 vor.

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