Folge 5: Brustchirurgie heute –
Trends, Methoden und Goldstandards
Die Brustchirurgie gehört zu den häufigsten Eingriffen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Doch die Wünsche der Patientinnen, moderne Behandlungsmöglichkeiten und operative Konzepte haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
In Folge 5 von Ungeschminkt spricht Gastgeber Dr. Florian Sandweg mit Dr. Barbara Veldung und Prof. Dr. Holger Engel über aktuelle Trends, bewährte Verfahren und die Frage, welche Methoden heute als Goldstandard gelten.
Themen dieser Folge:
- Natürliche Ergebnisse statt „Big is Beautiful“
- Brustvergrößerung mit Implantaten – Möglichkeiten und Entwicklungen
- Eigenfett und hybride Verfahren
- Bruststraffung: Methoden und Indikationen
- Moderne Implantate, Leichtimplantate und innere Stützsysteme
- Sicherheit, Haltbarkeit und Langzeitergebnisse
- Individuelle Beratung und realistische Erwartungen
- 3-D-Simulation und Implantatauswahl
Die drei erfahrenen Plastischen und Ästhetischen Chirurgen sprechen offen über ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag, unterschiedliche Behandlungsansätze und die Bedeutung einer individuellen Therapieplanung.
Die Folge:
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Mehr InformationenRelevante Themenblöcke Folge 5:
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Einführung und Vorstellung [00:01] | Expertenhintergründe und Fokus der Fachrichtung. |
| Trend zur Natürlichkeit und Individualisierung | |
| Abkehr von Übergroßen: [02:05] | Umgang mit Ängsten und Erwartungen bei der Gesichtsverjüngung. |
| Aktiver Lebensstil: [03:53] | Patientinnen werden sportlicher und fitter (Stichwort Longevity). Große Implantate werden dabei oft als funktionell störend empfunden |
| Neue Methoden und Materialien | |
| Bruststraffung im Aufwind: [05:29] | Laut DGÄPC-Statistik hat die Bruststraffung (8,1 % der Eingriffe) die reine Brustvergrößerung mit Implantaten (7,8 %) erstmals überholt |
| Hybrid-Augmentation (Eigenfett & Implantat) [11:14] | Die Kombination wird häufig genutzt, um Asymmetrien auszugleichen oder den Hautmantel bei schlanken Patientinnen zu verdicken |
| Reine Eigenfetttransplantation [12:20] | Reine Eigenfetttransplantationen haben eine Anwachsrate von ca. 70 %, sind jedoch für Raucherinnen ungeeignet |
| Innere BHs & Leichtimplantate [18:22] | Sogenannte B-Lite-Implantate reduzieren das Gewicht um bis zu 30 %. Unterstützend werden resorbierbare Netze (aus der Hernienchirurgie) als „Hängematte“ eingesetzt, um dem Absinken (Sagging) entgegenzuwirken |
| Minimalinvasive Verfahren [23:43] | Techniken wie Mia FMTCH (Motiva) ermöglichen das Einbringen von Implantaten über die Achsel mittels Injektor im Dämmerschlaf, was die Ausfallzeit verkürzt |
| Beratung, Social Media und Patientenerwartung | |
| Der „Instagram-Look“: [07:43] | Viele Patientinnen kommen mit konkreten Bildern aus sozialen Medien. Chirurgen nutzen diese Bilder, um Vorstellungen zu präzisieren, betonen jedoch, dass die eigene Anatomie die Grenzen des Machbaren setzt |
| 3D-Simulationen vs. Haptik: [45:06] | Während digitale 3D- und KI-Simulationen zunehmen und Patientinnen die Planung virtuell mit nach Hause geben, setzen andere Chirurgen weiterhin traditionell auf Probe-Implantate im BH, um die Schwere und das reale Gefühl zu vermitteln |
| Keine „lebenslange“ Garantie: [32:08] | Patientinnen müssen realistisch darüber aufgeklärt werden, dass Materialien altern und durch Schwerkraft, Schwangerschaften oder Alterungsprozesse im Laufe des Lebens statistisch oft eine Folgeoperation notwendig wird |
| Medizinische Indikationen und Kostenübernahme | |
| Mommy Makeover / Gewichtsverlust: [26:31] | Nach Schwangerschaften oder massivem Gewichtsverlust (z. B. durch GLP-1-Präparate wie Ozempic) ist das Gewebe stark verändert, was komplexe, kombinierte Straffungsoperationen erfordert |
| Brustverkleinerungen: [35:07] | Bei extremem Leidensdruck (Rückenschmerzen, Einschnitte durch BH-Träger) wird Gewebe reduziert. Während in Frankreich die Krankenkassen ab 300 g Resektionsgewicht die Kosten oft übernehmen, sind die Bewilligungen in Deutschland in den letzten 10 Jahren massiv zurückgegangen und hängen stark vom Einzelfall ab. |