Folge 6: Ärztinnen in der Plastischen Chirurgie –
Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit?

Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Karriere in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie. Doch wie selbstverständlich ist ihr Weg heute wirklich? Welche Veränderungen hat das Fach in den vergangenen Jahren erlebt und welche Herausforderungen bestehen weiterhin?

Diesen Fragen widmet sich die neue Folge von „Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie der DGÄPC“.

DGÄPC-Präsidentin Dr. Michaela Montanari spricht mit Dr. Katrin Müller, Vizepräsidentin der VDÄPC und langjährigem DGÄPC-Mitglied, sowie Dr. Mara Fischer, Mitglied des erweiterten Vorstands der DGPRÄC, stellvertretende Vertreterin des Jungen Forums und Mitinitiatorin des Netzwerks FemPlastics.

Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Entwicklung des Frauenanteils in der Plastischen Chirurgie, diskutieren über Karrierewege, Führungsverantwortung, Mentoring und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem geht es um die Frage, ob Frauen anders operieren als Männer, welche Rolle Empathie im ärztlichen Alltag spielt und warum gute Chirurgie letztlich von Kompetenz, Erfahrung und Persönlichkeit geprägt wird – unabhängig vom Geschlecht.

Freuen Sie sich auf ein spannendes Gespräch über den Wandel eines Fachgebiets, persönliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Generationen und einen Ausblick darauf, wie die Plastische Chirurgie der Zukunft aussehen könnte.

Themen dieser Folge:

  • Entwicklung des Frauenanteils in der Plastischen Chirurgie
  • Karriere, Führung und Mentoring
  • Empathie im ärztlichen Alltag
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • FemPlastics – das Frauennetzwerk der DGPRÄC
  • Die Zukunft der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie

 

Die Folge:

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Relevante Themenblöcke Folge 6:

ZeitstempelThema / Inhalt
[00:01]Begrüßung & Vorstellung: Vorstellung der Gäste Dr. Katrin Müller (Vizepräsidentin der VDÄPC) und Dr. Mara Fischer (Junges Forum der DGPRÄC & FemPlastics) sowie Erklärung der beteiligten Fachgesellschaften.
[02:05]Zahlen & Statistiken: Aktuelle Daten der Bundesärztekammer zum Frauenanteil in der Plastischen Chirurgie (ca. 42 %) und den Anteil in den Fachgesellschaften.
[05:20]Aktuelle Lage & Wandel: Diskussion darüber, wie sich die Situation für Ärztinnen verändert hat und wie wichtig Vorbilder sowie Mentoring heute sind.
[07:03]Erfahrungen in der Weiterbildung: Rückblick auf die Ausbildungszeit, Wahrnehmung im Klinikalltag und der Umgang mit Schwangerschaft im OP.
[10:59]Führungsstil & Empathie: Gibt es einen weiblichen Führungsstil? Rolle von Wahrnehmung, Schwingungen, Empathie und Erwartungshaltungen.
[13:47]Führungspositionen in Fachgesellschaften: Sichtbarkeit, Engagement für die Gemeinschaft und Wahrnehmung in Gremien.
[17:40]OP-Stil & Schamthemen: Unterschiedliche Perspektiven in der Beratung (z. B. bei Brustoperationen) und warum Patientinnen bei schambesetzten Themen oft Ärztinnen bevorzugen.
[25:50]Lerneffekte von männlichen Kollegen: Gelassenheit bei Entscheidungen, selbstbewusstes Auftreten und das Überwinden von Perfektionismus.
[29:45]Netzwerk „FemPlastics“ & Mentoring: Entstehungsgeschichte des Frauennetzwerks, gegenseitige Förderung und Initiativen wie Mentoring-Programme.
[41:41]Zukunftsausblick: Wie entwickelt sich die Plastische Chirurgie in den nächsten 10 Jahren bezüglich Frauenanteil und Rahmenbedingungen?
[45:37]Quick-Fire-Abschlussrunde: Größte Irrtümer, beste Karriereentscheidungen, Tipps für den Nachwuchs und die persönlichen Lieblingseingriffe.

Die wichtigsten Aussagen:

1. Wandel & Frauenanteil:

Der Frauenanteil liegt bei etwa 42 % und bei Ärztinnen in Weiterbildung herrscht bereits Parität (50/50). In den ästhetischen Fachgesellschaften sind Frauen aktuell noch unterrepräsentiert (< 20 %), was sich durch den Nachwuchs jedoch ändern wird.

2. Klinikalltag & Vorbilder:

Chirurgische Weiterbildung ist heute weitgehend chancengleich. Der Engpass liegt vor allem bei weiblichen Vorbildern in Führungspositionen sowie bei Themen wie Schwangerschaft und Familie im OP-Alltag.

3. Führung & Selbstbild:

Frauen führen oft empathischer und konfliktlösender, kämpfen aber häufiger mit Perfektionismus. Von männlichen Kollegen können sie sich mehr Mut zum „einfach Machen“ und eine stärkere Abgrenzung abgucken.

4. Patientenbeziehung:

Bei schambesetzten Eingriffen (z. B. Intimchirurgie, Brust OPs) suchen Patientinnen häufig bewusst das Gespräch mit Chirurginnen, da das Hineinversetzen und die Hürde für Erstgespräche oft leichter fallen.

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