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Guter Ruf entscheidend bei ästhetisch-plastischen Chirurgen

  • Facharzttitel ist für Patienten immer wichtiger
  • Patienten erwarten individuelle Beratung

Berlin, 26. Februar 2019. Die Entscheidung für eine ästhetisch-plastische Behandlung ist gefallen. Aber für die spätere Zufriedenheit ist die Wahl des richtigen Chirurgen ein entscheidender Faktor. Welche Kriterien sind bei der Wahl des Arztes für Patienten entscheidend? Was erwarten die Patienten? Die Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) geht in einer der bundesweit größten Patientenbefragungen diesen Aspekten nach.

Guter Ruf des Arztes auschlaggebend

Für jeden zweiten Befragten ist der gute Ruf das wichtigste Kriterium bei der Arztwahl. Ob der Mediziner ein Experte für die gewünschte Behandlung ist, spielt für 48,3 Prozent eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zu 2017 gab es auf den ersten beiden Plätzen keine Änderungen beim Ranking. Anders verhält es sich aber mit Platz drei. Hier zeigt sich, dass der Facharzttitel immer mehr an Bedeutung gewinnt. Waren es 2017 noch 32,8 Prozent, so sind es 2018 bereits 39,6 Prozent der Befragten, die bei ihrem behandelnden Arzt auf die Qualifikation Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bzw. Facharzt für Plastische Chirurgie Wert legen. Nur dieser Titel ist, wie auch die Berufsbezeichnung Plastischer Chirurg bzw. Plastischer und Ästhetischer Chirurg, gesetzlich geschützt. Ganz anders verhält es sich mit der Bezeichnung Schönheitschirurg oder Kosmetischer bzw. Ästhetischer Chirurg – diese stehen nicht für eine fachliche Ausbildung. Durch die Zunahme von 6,8 Prozent steigt der Facharzttitel im Ranking von Platz fünf 2017 nun auf den dritten Platz bei den Kriterien zur Artwahl. Weiterhin relevante Aspekte sind für Patienten eine gute Beratung und ein vertrauensvoller Eindruck.

Worauf legen Sie bei Ärzten besonders Wert? (Ergebnisse der DGÄPC-Statistik 2018)*

  1. Guter Ruf 56,2 %
  2. Ist Experte für den Eingriff 48,3 %
  3. Facharzttitel 39,6 %
  4. Gute Beratung 37 %
  5. Vertrauensvoller Eindruck 34,1 %

Informationsbedarf hoch

Einen ersten Eindruck vom Arzt bekommen Interessierte dann im Beratungsgespräch. Hier sollte neben der gewünschten Behandlung auch über mögliche Risiken und vor allem, wie häufig der Arzt den Eingriff schon vorgenommen hat, gesprochen werden. Beim ersten Aufeinandertreffen wollen sich Patienten vor allem erst einmal informieren und erwarten eine umfassende, individuelle Beratung. Für 73,3 Prozent der Befragten war dies 2018 der Grund, warum sie die Praxis eines Ästhetisch-Plastischen Chirurgen aufsuchten. 2017 gaben nur 58,6 Prozent die Beratung als Grund für den Besuch an. Die Steigerungsrate von 14,7 Prozent zeigt, dass der Informationsbedarf hoch ist und im Bereich der ästhetisch-plastischen Behandlung Dr. Google das persönliche Gespräch nicht ersetzen kann.

*2018 nahmen bundesweit 1.999 Patientinnen und Patienten an der anonymen Patientenbefragung in den Kliniken und Praxen der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. teil. 2017 waren es bundesweit 3.400 Teilnehmer.

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