Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie
Mit „Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie“ bietet die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) erstmals ein eigenes Audioformat zur fundierten und unabhängigen Aufklärung über plastisch-ästhetische Behandlungen.
Damit ist die DGÄPC die erste Fachgesellschaft in Deutschland, die einen regelmäßig erscheinenden Podcast als evidenzbasierte Informationsplattform für Patientinnen und Patienten, Fachkollegen sowie interessierte Öffentlichkeit etabliert.
Der Podcast greift zentrale Themen der plastischen und ästhetischen Chirurgie auf – von Qualifikation und Patientensicherheit über aktuelle Behandlungstrends bis hin zu etablierten Operationsverfahren und wissenschaftlich fundierter Entscheidungsfindung. Ziel ist es, medizinische Hintergründe verständlich zu vermitteln, verbreitete Mythen rund um Schönheitsoperationen einzuordnen und Orientierung in einem oft von Social-Media-Trends geprägten Umfeld zu schaffen.
In einem rotierenden Experten-Setting diskutieren erfahrene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie medizinische Zusammenhänge, bewerten neue Entwicklungen und beleuchten Chancen, Grenzen und Risiken moderner ästhetischer Behandlungen. Dabei stehen die Leitwerte der DGÄPC – Qualität, Wissenschaft, Weiterbildung und Verantwortung – im Mittelpunkt.
Der Podcast richtet sich bewusst an ein breites Publikum:
Patientinnen und Patienten erhalten fundierte Einblicke in medizinische Grundlagen ästhetischer Eingriffe, während Fachkollegen aktuelle Standards und Entwicklungen diskutieren. Gleichzeitig versteht die DGÄPC das Format als Beitrag zur öffentlichen Aufklärung, Patientensicherheit und Nachwuchsförderung im Fachgebiet der ästhetisch-plastischen Chirurgie.
Neue Folgen erscheinen monatlich auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts sowie als Videoformat auf YouTube.
Folge 5: Brustchirurgie heute – Trends, Methoden und Goldstandards
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Mehr InformationenIn Folge 5 von Ungeschminkt spricht Gastgeber Dr. Florian Sandweg mit Dr. Barbara Veldung und Prof. Dr. Holger Engel über aktuelle Trends, bewährte Verfahren und die Frage, welche Methoden heute als Goldstandard gelten.
Themen dieser Folge:
- Natürliche Ergebnisse statt „Big is Beautiful“
- Brustvergrößerung mit Implantaten – Möglichkeiten und Entwicklungen
- Eigenfett und hybride Verfahren
- Bruststraffung: Methoden und Indikationen
- Moderne Implantate, Leichtimplantate und innere Stützsysteme
- Sicherheit, Haltbarkeit und Langzeitergebnisse
- Individuelle Beratung und realistische Erwartungen
- 3-D-Simulation und Implantatauswahl
Die drei erfahrenen Plastischen und Ästhetischen Chirurgen sprechen offen über ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag, unterschiedliche Behandlungsansätze und die Bedeutung einer individuellen Therapieplanung.
Eine Folge über zeitgemäße Gesichtsverjüngung – jenseits von Marketing-Mythen, Social-Media-Trends und unrealistischen Erwartungen.
Relevante Themenblöcke Folge 5:
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Einführung und Vorstellung [00:01] | Expertenhintergründe und Fokus der Fachrichtung. |
| Trend zur Natürlichkeit und Individualisierung | |
| Abkehr von Übergroßen: [02:05] | Umgang mit Ängsten und Erwartungen bei der Gesichtsverjüngung. |
| Aktiver Lebensstil: [03:53] | Patientinnen werden sportlicher und fitter (Stichwort Longevity). Große Implantate werden dabei oft als funktionell störend empfunden |
| Neue Methoden und Materialien | |
| Bruststraffung im Aufwind: [05:29] | Laut DGÄPC-Statistik hat die Bruststraffung (8,1 % der Eingriffe) die reine Brustvergrößerung mit Implantaten (7,8 %) erstmals überholt |
| Hybrid-Augmentation (Eigenfett & Implantat) [11:14] | Die Kombination wird häufig genutzt, um Asymmetrien auszugleichen oder den Hautmantel bei schlanken Patientinnen zu verdicken |
| Reine Eigenfetttransplantation [12:20] | Reine Eigenfetttransplantationen haben eine Anwachsrate von ca. 70 %, sind jedoch für Raucherinnen ungeeignet |
| Innere BHs & Leichtimplantate [18:22] | Sogenannte B-Lite-Implantate reduzieren das Gewicht um bis zu 30 %. Unterstützend werden resorbierbare Netze (aus der Hernienchirurgie) als „Hängematte“ eingesetzt, um dem Absinken (Sagging) entgegenzuwirken |
| Minimalinvasive Verfahren [23:43] | Techniken wie Mia FMTCH (Motiva) ermöglichen das Einbringen von Implantaten über die Achsel mittels Injektor im Dämmerschlaf, was die Ausfallzeit verkürzt |
| Beratung, Social Media und Patientenerwartung | |
| Der „Instagram-Look“: [07:43] | Viele Patientinnen kommen mit konkreten Bildern aus sozialen Medien. Chirurgen nutzen diese Bilder, um Vorstellungen zu präzisieren, betonen jedoch, dass die eigene Anatomie die Grenzen des Machbaren setzt |
| 3D-Simulationen vs. Haptik: [45:06] | Während digitale 3D- und KI-Simulationen zunehmen und Patientinnen die Planung virtuell mit nach Hause geben, setzen andere Chirurgen weiterhin traditionell auf Probe-Implantate im BH, um die Schwere und das reale Gefühl zu vermitteln |
| Keine „lebenslange“ Garantie: [32:08] | Patientinnen müssen realistisch darüber aufgeklärt werden, dass Materialien altern und durch Schwerkraft, Schwangerschaften oder Alterungsprozesse im Laufe des Lebens statistisch oft eine Folgeoperation notwendig wird |
| Medizinische Indikationen und Kostenübernahme | |
| Mommy-Makeover / Gewichtsverlust: [26:31] | Nach Schwangerschaften oder massivem Gewichtsverlust (z. B. durch GLP-1-Präparate wie Ozempic) ist das Gewebe stark verändert, was komplexe, kombinierte Straffungsoperationen erfordert |
| Brustverkleinerungen:: [35:07] | Bei extremem Leidensdruck (Rückenschmerzen, Einschnitte durch BH-Träger) wird Gewebe reduziert. Während in Frankreich die Krankenkassen ab 300 g Resektionsgewicht die Kosten oft übernehmen, sind die Bewilligungen in Deutschland in den letzten 10 Jahren massiv zurückgegangen und hängen stark vom Einzelfall ab. |
Folge 4: Gesichtschirurgie - Trends, Techniken, Verantwortung
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Mehr InformationenIn dieser Folge von Ungeschminkt taucht Dr. Olaf Kauder aus dem DGÄPC Vorstand gemeinsam mit Dr. Dr. Wolfgang Funk und Peyman Bamdad M.D. tief in die Welt der modernen Facelift-Chirurgie ein.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, operative Strategien und die Frage, warum echte Gesichtsverjüngung weit mehr ist als ein straffes Ergebnis. Die Experten sprechen über Verantwortung in der ästhetischen Chirurgie, natürliche Resultate und darüber, weshalb Individualität und Identität des Gesichts stets erhalten bleiben müssen.
Diskutiert werden unter anderem:
- moderne Facelift-Techniken
- Unterschiede zwischen klassischen Verfahren und Deep-Plane-Facelifts
- die Bedeutung des SMAS
- Grenzen von Mini-Liftings und schnellen „Trend-Behandlungen“
- natürliche Ergebnisse statt künstlicher Veränderung
- warum Facelift-Chirurgie Erfahrung, Strategie und anatomisches Verständnis erfordert
Eine Folge über zeitgemäße Gesichtsverjüngung – jenseits von Marketing-Mythen, Social-Media-Trends und unrealistischen Erwartungen.
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Einführung und Vorstellung [00:01] | Expertenhintergründe und Fokus der Fachrichtung. |
| Patientenberatung [06:04] | Umgang mit Ängsten und Erwartungen bei der Gesichtsverjüngung. |
| Das “Deep Plane Facelift” [14:11] | Einordnung von Trends und Begrifflichkeiten. |
| Technischer Vergleich: [19:55] | Die Ansätze von Dr. Bamdad (Ligament-Durchtrennung) vs. Dr. Funk (Presto-Technik/Ligament-Überdehnung). |
| Einleitung & Gemeinsame Basis der operativen Ziele [19:55] | |
| Die Rolle der Ligamente (Bänder) [22:09] | Die Rolle der Ligamente (Bänder) & Mobilität im Gewebe. |
| Anatomische Führung & Identitätserhalt (Presto-Technik). [25:51] | |
| Vektoren & Mimik-Erhalt im Vergleich. [33:43] | |
| Fixierung des SMAS (Deep Plane). [38:26] | Strategien |
| Schnittführung & langfristige Stabilität der Ergebnisse. [43:08] | |
| Isolierte Halsstraffung. [46:35] | Warum ein ganzheitlicher Ansatz oft zielführender ist |
| Narbenmanagement. [57:48] | Prinzipien für eine diskrete Narbenbildung. |
Folge 3: Aus- und Weiterbildung
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Mehr InformationenIn dieser Folge von Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie der DGÄPC spricht Dr. Michaela Montanari mit Dr. Dietmar Scholz (Leiter der DGÄPC Akademie und Prof. Dr. Tobias Hirsch (erweiterter Vorstand der DGPRÄC / Leiter des Referats Ästhetik) über ein Thema, das die Grundlage des Fachs bildet: Aus- und Weiterbildung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.
- Wie gut sind wir heute ausgebildet?
- Worauf kommt es wirklich an?
- Reicht der Facharzt aus oder ist er nur der Anfang?
- Und wo liegen die Unterschiede zwischen Klinik und inhabergeführter Praxis?
- Wie erkenne ich ein gutes Weiterbildungsangebot?
Gemeinsam diskutieren sie die Rolle lebenslangen Lernens, die Herausforderungen eines sich wandelnden Marktes und die Frage, wie Qualität und Patientensicherheit langfristig gesichert werden können. Dabei wird deutlich: Exzellente Ergebnisse entstehen nicht allein durch Technik, sondern durch Erfahrung, Verantwortung und kontinuierliche Weiterbildung.
Ein besonderer Fokus liegt auf neuen Weiterbildungsmodellen wie der DGÄPC Akademie – und darauf, wie diese helfen können, bestehende Lücken zwischen Theorie, Praxis und unternehmerischem Denken zu schließen.
Relevante Themenblöcke Folge 3:
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Vorstellung der Runde und Verbandsstrukturen [00:08] | 1.) Begrüßung durch die DGÄPC-Präsidentin Dr. med. Michaela Montanari 2.) Vorstellung von Dr. med. Dietmar Scholz (Wiesbaden), Gründer und Leiter der DGÄPC-Akademie. 3.) Vorstellung von Prof. Dr. med. Tobias Hirsch, Leiter des Referats Ästhetik der DGPRÄC und Klinikdirektor in Münster/Hornheide. 4.) Erklärung der vier Säulen der Plastischen Chirurgie (Rekonstruktion, Verbrennung, Handchirurgie und Ästhetik). |
| Die Rolle der Ausbildung im Klinikalltag und ärztliche Haltung [04:03] | 1.) Was Ausbildung an einer Universitätsklinik bedeutet: Lebenslanges Lernen für alle Hierarchiestufen und die Verantwortung gegenüber den Patienten. 2.) Das Entwickeln einer "ärztlichen Haltung" in der Ästhetik (Risiko-Nutzen-Abwägung, Umgang mit der Erwartungshaltung von Patienten, kein "Schema F"). |
| Motivation für die DGÄPC-Akademie & Defizite im System [07:37] | 1.) Dr. Scholz berichtet über seine persönlichen Erfahrungen beim Übergang von der Klinik zur Praxis und seinen Aufenthalt in den USA. 2.) Der zunehmende Kostendruck in den Krankenhäusern führt dazu, dass reine Selbstzahler-Eingriffe (klassische ästhetische Operationen) im stationären System seltener ausgebildet werden können. 3.) Der Trend, dass fachfremde Disziplinen aufgrund wirtschaftlichen Drucks vermehrt in den ästhetischen Markt drängen. |
| Wandel der Weiterbildungslandschaft & Kooperationen [12:00] | 1.) Die Schwierigkeit, Ausbildung zu standardisieren (Arbeitszeitverdichtung, Ökonomisierung). 2.) Die Beobachtung: Frisch gebackene Fachärzte gehen immer früher und ohne langjährige Oberarzt-Erfahrung in die Niederlassung 3.) Der drohende Verlust von vollen Weiterbildungsermächtigungen in Kliniken durch neue Leistungsgruppen-Regelungen (Notwendigkeit von Ausbildungsverbünden). 4.) Das US-Modell der "Attendings" als Vorbild: Bessere Verzahnung von niedergelassenen Ärzten und Kliniken. |
| Komplikationsmanagement und wirtschaftliches Denken [22:15] | 1.) Warum Ästhetik das "plastisch-chirurgische Grundwerkzeug" (Intensivstation, Notaufnahme, Umgang mit schweren Komplikationen wie z.B. alten Aquafilling-Befunden) voraussetzt. 2.) Wirtschaftliche Kompetenz in der Ausbildung: Warum kostenbewusstes und unternehmerisches Denken sowohl in der Praxis als auch für Klinikärzte (z.B. nach dem Vorbild des kanadischen <CanMEDS-Rollenmodells) essenziell ist. |
| Die Bausteine der neuen DGÄPC-Akademie vs. DGPRÄC-Angebote [33:03] | 1.) Die Zielgruppe der DGÄPC-Akademie (fortgeschrittene Assistenten im letzten Drittel und frisch Niedergelassene) und das Prinzip des kollegialen Lernens auf Augenhöhe. 2.) Vorstellung der ersten zwei Bausteine: - Fach-Webinare (Start im April 2026 zum Thema Facelift). - Persönliche Hospitationsplätze in den Praxen und OPs der Mitglieder (über 40 Plätze verfügbar). 3.) Prof. Hirsch stellt das komplementäre Angebot der DGPRÄC vor. |
| Patientensicherheit und die Flut an "Zertifikaten" auf dem Markt [40:57] | 1.) Woran Ärzte und Patienten hochwertige Fortbildungen erkennen können. – Kritik an der Social-Media-Kultur ("Key Opinion Leaders" definieren sich oft über Follower-Zahlen statt über Qualifikation). 2.) Wissenschaft als Qualitätssicherung: Die Notwendigkeit, eigene Fallzahlen und Ergebnisse (z.B. über Patient-Reported Outcomes) kritisch nachzuntersuchen, um sich von reinen "Schönheitsdoktoren" abzugrenzen. 3.) Das Problem der rechtlich ungeschützten Begriffe (wie "Schönheitschirurg") und das Fehlen strengerer gesetzlicher Regelungen für den reinen Ästhetik-Sektor. |
Folge 2: Nase - von operativ bis minimal-invasiv
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Mehr InformationenZu dritt am Mikrofon – drei Nasenchirurgen, die sich seit Jahrzehnten mit Leidenschaft und Respekt der Herausforderung Nasenkorrektur widmen: Dr. Nuri Alamuti im Talk mit Dr. Florian Sandweg und Dr. Eckart Buttler.
In diesem Gespräch nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen eines der anspruchsvollsten Eingriffe der plastischen Chirurgie: Warum ist die Nasen-OP so komplex? Welche chirurgischen Techniken sind wann gut geeignet? Wann sind minimalinvasive Methoden sinnvoll und wo lauern ihre Risiken?
Unsere Experten diskutieren, wann Funktion vor Ästhetik geht, teilen ihre Erfahrungen zu offenen und geschlossenen Techniken und sprechen offen über Hypes, Komplikationen und echte Best-Practices. Wer darüber nachdenkt, selbst Nasenchirurg zu werden – oder einfach wissen möchte, worauf es bei einem guten Ergebnis wirklich ankommt – ist hier genau richtig. Lernen Sie, wie unsere Spezialisten mit Trends, Patientenerwartungen und dem eigenen Ethos umgehen.
Relevante Themenblöcke Folge 2:
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Einleitung und Vorstellung der Experten [00:01] | Einstieg in das Thema Nasenchirurgie: Die Gesprächspartner erklären, warum die Nase funktionell und ästhetisch eine besondere Rolle spielt und weshalb Eingriffe an der Nase so anspruchsvoll sind. |
| Die Komplexität der Nasenchirurgie („Königsdisziplin“) [03:56] | Operativ oder minimal-invasiv? Es wird verständlich erläutert, wann eine Operation sinnvoll ist, wo minimal-invasive Verfahren helfen können und wo ihre Grenzen liegen. |
| Einheit von Funktion und Ästhetik [08:34] | Funktion vor Ästhetik: Ein wichtiger Punkt im Podcast ist, dass ein schönes Ergebnis immer auch mit einer guten Nasenfunktion zusammen gedacht werden sollte. |
| Operationstechniken: Offen vs. Geschlossen [13:43] | Offene und geschlossene Techniken: Die Experten geben Einblicke in unterschiedliche chirurgische Vorgehensweisen und erklären, warum die Wahl der Technik immer individuell getroffen werden muss. |
| Minimal-invasive Verfahren und Hyaluronsäure-Filler [19:15] | Kritische Betrachtung: Der Hype um den „Quick Fix“ via Social Media oder TV-Formate wird differenziert beleuchtet. |
| Unterspritzung mit Kortisonkristallen [31:33] | Kritische Betrachtung: Es wird über den medialen Trend gesprochen, dicke Nasen mittels Kortisonsuspensionen (Triamcinolon) verkleinern zu wollen. |
| Wie findet man einen qualifizierten Nasenchirurgen? [38:41] | Um in der Nasenchirurgie wirklich sicher zu sein, bedarf es laut den Experten einer Fallzahl von mindestens 150 Operationen; absolute Experten bewegen sich im Bereich von rund 1.000 Eingriffen. |
| Fazit und Abschlussbotschaft [46:00] | Rat an Patienten: Da die Rhinoplastik ein hochkomplexer Eingriff mit Restrisiken bleibt, sollten ästhetische Wünsche auf ohnehin hohem Niveau sehr wohlüberlegt sein. Eine gute Beratung und realistische Erwartungshaltungen sind das A und O. Risiken, Hypes und realistische Erwartungen: Der Podcast spricht offen darüber, dass Trends aus sozialen Medien keine gute Grundlage für medizinische Entscheidungen sind. Erfahrung und Ethos: Besonders wertvoll ist der Einblick in die Haltung der Experten: Sorgfalt, Verantwortung und Ehrlichkeit stehen über schnellen Versprechen. |
Folge 1: Woran erkenne ich, dass mein Wunscharzt qualifiziert ist?
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Mehr InformationenIn dieser Auftaktfolge spricht Dr. Michaela Montanari, Präsidentin der DGÄPC, mit ihren Gästen Dr. Helge Jens (ehemaliger Präsident) und Dr. Philipp Bergmann offen darüber, was gute Plastische Chirurgie wirklich ausmacht. Wir werfen einen ungeschminkten Blick hinter die Kulissen unseres Fachs, diskutieren den Unterschied zwischen fundierter Ausbildung und reinen Werbeversprechen und zeigen, wie Patienten echte Qualität erkennen können.
- Warum reicht ein schicker Social-Media-Auftritt nicht aus?
- Was sind Warnsignale oder sogenannte Red Flags und wie gehen wir als Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit unrealistischen Erwartungen um?
Wir teilen persönliche Erfahrungen, sprechen über Verantwortung, Ethik und den Wert ehrlicher Beratung. Wer wissen will, worauf es bei der Wahl des richtigen Arztes ankommt, ist hier genau richtig.
Relevante Themenblöcke Folge 1:
| Themenblock | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Einführung und Ziel des Podcasts [00:01] | 1.) Vorstellung der Runde: Dr. Michaela Montanari (Präsidentin der DGÄPC) begrüßt ihre Kollegen Dr. Helge Jens (Aachen, ehemaliger Präsident) und Dr. Philip Bergmann (Hamburg, jüngstes Vollmitglied der DGÄPC). 2.) Zielsetzung: Die Podcast-Reihe soll einen ehrlichen, „ungeschminkten“ Blick auf die ästhetisch-plastische Chirurgie werfen und Licht ins Dunkel bei Themen wie Qualifikation und Qualität bringen. |
| Das Rüstzeug: Die 4 Säulen der Facharztausbildung [04:19] | 1.) Fundierte Ausbildung: Eine seriöse Qualifikation basiert zwingend auf der sechsjährigen, strukturierten Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. 2.) Die Säulen des Fachs: Das Rüstzeug setzt sich aus vier Kernbereichen zusammen, die weit über reine Schönheitsaspekte hinausgehen: 1. Handchirurgie 2. Verbrennungschirurgie 3. Rekonstruktive Chirurgie (Wiederherstellung) 4. Ästhetische Chirurgie |
| Die Bedeutung von Erfahrung und Mentoren [07:39] | 1.) Lebenslanges Lernen: Die Ausbildung endet nicht mit der Facharztprüfung. Erfahrung hilft vor allem dabei, Wünsche von Patienten realistisch einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu kennen 2.) Dr. Bergmann betont, wie wichtig erfahrene Kollegen sind. Sie vermitteln nicht nur das Handwerk, sondern zeigen, wie man medizinische Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt |
| Das Problem ungeschützter Begriffe & Gefahren von Billig-Ketten [10:54] | 1.) Vorsicht bei Bezeichnungen: Begriffe wie „Schönheitschirurg“, „Arzt für Ästhetik“ oder „Beauty-Arzt“ sind rechtlich nicht geschützt und sagen nichts über die Qualifikation aus 2.) Korrektur verpfuschter Eingriffe: Dr. Jens berichtet, dass immer mehr Patienten nach missglückten Operationen (oft durchgeführt von selbsternannten Experten oder bei Billig-Ketten im Ausland) in die Praxen kommen. Das Beheben solcher Komplikationen gilt als die eigentliche „hohe Kunst“ |
| Einfluss von Social Media & Unrealistische Erwartungen [18:01] | 1.) Filter vs. Realität: Soziale Medien (wie Instagram) vermitteln oft ein makelloses, gefiltertes Bild und schüren falsche Erwartungshaltungen. Viele junge Frauen sorgen sich beispielsweise wegen völlig normaler Asymmetrien der Brust 2.) Qualitätsmerkmal „Beratungszeit“: Ein qualifizierter Arzt zeichnet sich dadurch aus, dass er sich Zeit für Aufklärung nimmt, keinen Druck ausübt und auch den Mut aufbringt, bei unrealistischen oder medizinisch nicht sinnvollen Wünschen „Nein“ zu sagen |
| Fazit und Ratschlag für Patienten [28:30] | 1.) Leise Chirurgie: Dr. Bergmann zitiert den prägenden Satz: „Gute plastische Chirurgie ist leise.“ Sie braucht keine laute, marktschreierische Werbung. 2.) Das Bauchgefühl entscheidet: Patienten sollten sich vorab gründlich bei den großen Fachgesellschaften informieren. Am Ende müssen sowohl der Patient als auch der Arzt ein gutes Bauchgefühl und eine gemeinsame Vertrauensebene besitzen |