Ungeschminkt – Folge 3: Aus- und Weiterbildung

In dieser Folge von Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie der DGÄPC spricht Dr. Michaela Montanari mit Dr. Dietmar Scholz (Leiter der DGÄPC Akademie und Prof. Dr. Tobias Hirsch (erweiterter Vorstand der DGPRÄC / Leiter des Referats Ästhetik) über ein Thema, das die Grundlage des Fachs bildet: Aus- und Weiterbildung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.

  • Wie gut sind wir heute ausgebildet?
  • Worauf kommt es wirklich an?
  • Reicht der Facharzt aus oder ist er nur der Anfang?
  • Und wo liegen die Unterschiede zwischen Klinik und inhabergeführter Praxis?
  • Wie erkenne ich ein gutes Weiterbildungsangebot?

Gemeinsam diskutieren sie die Rolle lebenslangen Lernens, die Herausforderungen eines sich wandelnden Marktes und die Frage, wie Qualität und Patientensicherheit langfristig gesichert werden können. Dabei wird deutlich: Exzellente Ergebnisse entstehen nicht allein durch Technik, sondern durch Erfahrung, Verantwortung und kontinuierliche Weiterbildung.

Ein besonderer Fokus liegt auf neuen Weiterbildungsmodellen wie der DGÄPC Akademie – und darauf, wie diese helfen können, bestehende Lücken zwischen Theorie, Praxis und unternehmerischem Denken zu schließen..

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Relevante Themenblöcke Folge 3:

ThemenblockKurzbeschreibung
Vorstellung der Runde und Verbandsstrukturen [00:08]1.) Begrüßung durch die DGÄPC-Präsidentin Dr. med. Michaela Montanari
2.) Vorstellung von Dr. med. Dietmar Scholz (Wiesbaden), Gründer und Leiter der DGÄPC-Akademie.
3.) Vorstellung von Prof. Dr. med. Tobias Hirsch, Leiter des Referats Ästhetik der DGPRÄC und Klinikdirektor in Münster/Hornheide.
4.) Erklärung der vier Säulen der Plastischen Chirurgie (Rekonstruktion, Verbrennung, Handchirurgie und Ästhetik).
Die Rolle der Ausbildung im Klinikalltag und ärztliche Haltung [04:03]1.) Was Ausbildung an einer Universitätsklinik bedeutet: Lebenslanges Lernen für alle Hierarchiestufen und die Verantwortung gegenüber den Patienten.
2.) Das Entwickeln einer "ärztlichen Haltung" in der Ästhetik (Risiko-Nutzen-Abwägung, Umgang mit der Erwartungshaltung von Patienten, kein "Schema F").
Motivation für die DGÄPC-Akademie & Defizite im System [07:37]1.) Dr. Scholz berichtet über seine persönlichen Erfahrungen beim Übergang von der Klinik zur Praxis und seinen Aufenthalt in den USA.
2.) Der zunehmende Kostendruck in den Krankenhäusern führt dazu, dass reine Selbstzahler-Eingriffe (klassische ästhetische Operationen) im stationären System seltener ausgebildet werden können.
3.) Der Trend, dass fachfremde Disziplinen aufgrund wirtschaftlichen Drucks vermehrt in den ästhetischen Markt drängen.
Wandel der Weiterbildungslandschaft & Kooperationen [12:00]1.) Die Schwierigkeit, Ausbildung zu standardisieren (Arbeitszeitverdichtung, Ökonomisierung).
2.) Die Beobachtung: Frisch gebackene Fachärzte gehen immer früher und ohne langjährige Oberarzt-Erfahrung in die Niederlassung
3.) Der drohende Verlust von vollen Weiterbildungsermächtigungen in Kliniken durch neue Leistungsgruppen-Regelungen (Notwendigkeit von Ausbildungsverbünden).
4.) Das US-Modell der "Attendings" als Vorbild: Bessere Verzahnung von niedergelassenen Ärzten und Kliniken.
Komplikationsmanagement und wirtschaftliches Denken [22:15]1.) Warum Ästhetik das "plastisch-chirurgische Grundwerkzeug" (Intensivstation, Notaufnahme, Umgang mit schweren Komplikationen wie z.B. alten Aquafilling-Befunden) voraussetzt.
2.) Wirtschaftliche Kompetenz in der Ausbildung: Warum kostenbewusstes und unternehmerisches Denken sowohl in der Praxis als auch für Klinikärzte (z.B. nach dem Vorbild des kanadischen <CanMEDS-Rollenmodells) essenziell ist.
Die Bausteine der neuen DGÄPC-Akademie vs. DGPRÄC-Angebote [33:03]1.) Die Zielgruppe der DGÄPC-Akademie (fortgeschrittene Assistenten im letzten Drittel und frisch Niedergelassene) und das Prinzip des kollegialen Lernens auf Augenhöhe.
2.) Vorstellung der ersten zwei Bausteine: - Fach-Webinare (Start im April 2026 zum Thema Facelift). - Persönliche Hospitationsplätze in den Praxen und OPs der Mitglieder (über 40 Plätze verfügbar).
3.) Prof. Hirsch stellt das komplementäre Angebot der DGPRÄC vor.
Patientensicherheit und die Flut an "Zertifikaten" auf dem Markt [40:57]1.) Woran Ärzte und Patienten hochwertige Fortbildungen erkennen können. – Kritik an der Social-Media-Kultur ("Key Opinion Leaders" definieren sich oft über Follower-Zahlen statt über Qualifikation).
2.) Wissenschaft als Qualitätssicherung: Die Notwendigkeit, eigene Fallzahlen und Ergebnisse (z.B. über Patient-Reported Outcomes) kritisch nachzuntersuchen, um sich von reinen "Schönheitsdoktoren" abzugrenzen.
3.) Das Problem der rechtlich ungeschützten Begriffe (wie "Schönheitschirurg") und das Fehlen strengerer gesetzlicher Regelungen für den reinen Ästhetik-Sektor.

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