Ungeschminkt: DGÄPC bringt ersten Fachgesellschafts-Podcast zur Ästhetischen Chirurgie

Ungeschminkt: DGÄPC bringt ersten Fachgesellschafts-Podcast zur Ästhetischen Chirurgie

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) veröffentlicht mit „Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie“ erstmals ein eigenes Audioformat zur fundierten und transparenten Aufklärung über plastisch-ästhetische Behandlungen. Damit ist die DGÄPC die erste Fachgesellschaft in diesem Bereich, die einen regelmäßig erscheinenden Podcast als Informationsplattform für Patienten, Fachkollegen und interessierte Öffentlichkeit etabliert.

„Zwischen Social-Media-Trends und vereinfachter Darstellung entsteht schnell der Eindruck, ästhetische Behandlungen seien risikofrei. Diese Bagatellisierung führt zu Verunsicherung. Unser Anspruch ist es, medizinische Realität verständlich und transparent zu vermitteln“, erklärt die Präsidentin der DGÄPC, Dr. Michaela Montanari. „Mit diesem Podcast möchten wir also Orientierung bieten, verbreitete Mythen und Trends einordnen und eine seriöse Grundlage für informierte Entscheidungen schaffen.“

Der Podcast greift monatlich zentrale Themen der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie auf – von Qualifikation und Patientensicherheit über aktuelle Behandlungstrends und etablierte Behandlungsmethoden bis hin zu evidenzbasierter Entscheidungsfindung. In einem rotierenden Drei-Personen-Setting diskutieren erfahrene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie medizinische Hintergründe, ordnen Entwicklungen ein und beleuchten Chancen, Grenzen und Risiken moderner Behandlungsverfahren.

Das Format richtet sich dabei bewusst an ein breites Publikum: Patientinnen und Patienten erhalten tiefere, aber dennoch verständliche Einblicke in medizinische Zusammenhänge, während Fachkollegen aktuelle Entwicklungen und Qualitätsstandards diskutieren können. Gleichzeitig versteht die DGÄPC den Podcast als Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur öffentlichen Positionierung verantwortungsvoller plastisch-ästhetischer Chirurgie.

Die Inhalte orientieren sich an den Leitwerten der DGÄPC – Qualität, Wissenschaft, Weiterbildung und Verantwortung. Ziel ist es, komplexe Themen ohne Fachjargon, aber mit medizinischer Präzision aufzubereiten und so Vertrauen in ästhetische Medizin zu stärken.

Die erste Folge widmet sich der Frage, woran Patientinnen und Patienten qualifizierte plastisch-ästhetische Chirurgie erkennen können. Weitere Episoden behandeln unter anderem aktuelle Behandlungstrends, Ausbildung und Qualitätsstandards sowie die verantwortungsvolle Einordnung ästhetischer Entwicklungen.

 

Ungeschminkt – der Podcast für Ästhetische Chirurgie“ erscheint monatlich bei Podigee, Spotify und Apple Podcasts sowie als Videoformat bei YouTube und über die Kanäle der DGÄPC.

Folge 1: Woran erkenne ich, dass mein Wunscharzt qualifiziert ist?

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Relevante Themenblöcke Folge 1:

ThemenblockKurzbeschreibung
Einführung und Ziel des Podcasts [00:01]1.) Vorstellung der Runde: Dr. Michaela Montanari (Präsidentin der DGÄPC) begrüßt ihre Kollegen Dr. Helge Jens (Aachen, ehemaliger Präsident) und Dr. Philip Bergmann (Hamburg, jüngstes Vollmitglied der DGÄPC).
2.) Zielsetzung: Die Podcast-Reihe soll einen ehrlichen, „ungeschminkten“ Blick auf die ästhetisch-plastische Chirurgie werfen und Licht ins Dunkel bei Themen wie Qualifikation und Qualität bringen.
Das Rüstzeug: Die 4 Säulen der Facharztausbildung [04:19]1.) Fundierte Ausbildung: Eine seriöse Qualifikation basiert zwingend auf der sechsjährigen, strukturierten Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
2.) Die Säulen des Fachs: Das Rüstzeug setzt sich aus vier Kernbereichen zusammen, die weit über reine Schönheitsaspekte hinausgehen:
1. Handchirurgie
2. Verbrennungschirurgie
3. Rekonstruktive Chirurgie (Wiederherstellung)
4. Ästhetische Chirurgie
Die Bedeutung von Erfahrung und Mentoren [07:39]1.) Lebenslanges Lernen: Die Ausbildung endet nicht mit der Facharztprüfung. Erfahrung hilft vor allem dabei, Wünsche von Patienten realistisch einzuschätzen und die eigenen Grenzen zu kennen
2.) Dr. Bergmann betont, wie wichtig erfahrene Kollegen sind. Sie vermitteln nicht nur das Handwerk, sondern zeigen, wie man medizinische Entscheidungen trifft und Verantwortung übernimmt
Das Problem ungeschützter Begriffe & Gefahren von Billig-Ketten [10:54]1.) Vorsicht bei Bezeichnungen: Begriffe wie „Schönheitschirurg“, „Arzt für Ästhetik“ oder „Beauty-Arzt“ sind rechtlich nicht geschützt und sagen nichts über die Qualifikation aus
2.) Korrektur verpfuschter Eingriffe: Dr. Jens berichtet, dass immer mehr Patienten nach missglückten Operationen (oft durchgeführt von selbsternannten Experten oder bei Billig-Ketten im Ausland) in die Praxen kommen. Das Beheben solcher Komplikationen gilt als die eigentliche „hohe Kunst“
Einfluss von Social Media & Unrealistische Erwartungen [18:01]1.) Filter vs. Realität: Soziale Medien (wie Instagram) vermitteln oft ein makelloses, gefiltertes Bild und schüren falsche Erwartungshaltungen. Viele junge Frauen sorgen sich beispielsweise wegen völlig normaler Asymmetrien der Brust
2.) Qualitätsmerkmal „Beratungszeit“: Ein qualifizierter Arzt zeichnet sich dadurch aus, dass er sich Zeit für Aufklärung nimmt, keinen Druck ausübt und auch den Mut aufbringt, bei unrealistischen oder medizinisch nicht sinnvollen Wünschen „Nein“ zu sagen
Fazit und Ratschlag für Patienten [28:30]1.) Leise Chirurgie: Dr. Bergmann zitiert den prägenden Satz: „Gute plastische Chirurgie ist leise.“ Sie braucht keine laute, marktschreierische Werbung.
2.) Das Bauchgefühl entscheidet: Patienten sollten sich vorab gründlich bei den großen Fachgesellschaften informieren. Am Ende müssen sowohl der Patient als auch der Arzt ein gutes Bauchgefühl und eine gemeinsame Vertrauensebene besitzen

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