Bruststraffung / Mastopexie

Zurück zu straffer und jugendlicher Form

Bruststraffung

Straffe Brüste gehören zum weiblichen Schönheitsideal. Frauen leiden aber unter so genannten Hängebrüsten. Das kann von der Natur so angelegt sein.

Ebenso kann „das Leben“ dazu führen dass die Brüste locker werden, nach Schwangerschaften, nach dem Stillen oder durch Gewichtsschwankungen.

Die weibliche Brust kann aber auch altersbedingt durch den Elastizitätsverlust des Bindegewebes und der Haut ihre ursprüngliche Form verlieren und erschlaffen. Mit einer Brustraffung ( Mastopexie ) werden erschlaffte oder hängende Brüste gestrafft und neu geformt.

Inhaltsübersicht

Wenden Sie sich an einen Experten

Für eine Bruststrraffung sollten Sie sich an einen qualifizierten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie wenden. Neben der entsprechenden Ausbildung ist auch die Erfahrung des Anbieters von großer Bedeutung. Eine ausführliche Beratung und Voruntersuchung sind unerlässlich.

Gründe für eine Bruststraffung

Gründe für die Entwicklung schlaffer, hängender Brüste sind:

  • Starke Gewichtsschwankungen
  • Schwangerschaften
  • (Vererbbare) Bindegewebsschwächen
  • Großes Brustvolumen
  • Starke Hormonschwankungen

 

Sport und gezieltes Krafttraining („Butterflies“) helfen entgegen weit verbreiteter Meinungen nicht, da hier eine Bindegewebsschwäche vorliegt und die Brust selbst kaum über Muskulatur verfügt. In erster Linie wird die Brust durch das Drüsengewebe gehalten und nicht durch den Brustmuskel.

Viele Frauen leiden unter der Form ihrer Brüste und entwickeln dadurch Minderwertigkeitskomplexe und ein negatives Körpergefühl. Wenn daraus Probleme erwachsen, die den Alltag in allen Aspekten des Lebens beeinträchtigen,

kann eine Straffung der Brust in Betracht gezogen werden.

Beratung und Vorbereitung

Vor jeder Bruststraffungs-OP erfolgen intensive Beratungsgespräche mit dem behandelnden Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. Zu den Aufgaben des Arztes gehört es, die Vorstellungen der Patientin bezüglich der neuen Brustform und die tatsächlichen medizinischen Möglichkeiten abzugleichen. Der Arzt klärt zudem über mögliche Risiken auf und stellt individuell passende Operationstechniken vor. Die OP-Methode ist abhängig vom Ausgangszustand der Brust und dem gewünschten Ergebnis. Um das gewünschte Ziel zu erreichen, können Straffungen entweder mit einer Vergrößerung mittels Implantat oder eigenem Fettgewebe, aber auch bei Bedarf mit einer Verkleinerung der Brust verbunden werden.

Im Beratungsgespräch erfährt der Chirurg alles über die Vorgeschichte und die Beweggründe der Patientin und bespricht das gewünschte Ergebnis. Die Patientin erhält Hinweise zur Vorbereitung auf den Eingriff (z.B. Verzicht auf Nikotin und Alkohol).

Diagnose und Indikation

Entwickelt sich im unteren Bereich der Brust ein zu weiter, durchhängender Haut-Weichmantel und liegt die Höhe der Brustwarze im Stehen vor oder unter der Umschlagsfalte der Brust, so bezeichnet man dies als Hängebrust. Die Ursache dafür ist die manglende Fähigkeit des Brustgewebes, das Eigengewicht der Brust dort zu halten wo sie idealerweise sein sollten.

Die Entscheidung darüber ob eine Bruststraffung sinnvoll sein kann hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Der wichtigste ist die persönliche Einschätzung der Patientin ob in ihrem speziellen Fall eine solche Operation sinnvoll ist. Es ist deshalb wichtig vor der OP verstanden zu haben was die sie bewirken wird und welche Vor- und Nachteile die jeweiligen OP-Verfahren haben. In diesem Zusammenhang ist das OP-Vorgespräch mit einer erfahrenen Operateurin oder einem erfahrenen Operateur von entscheidender Bedeutung.

OP-Methoden

Die OP-Methode ist abhängig vom Ausgangszustand der Brust und dem gewünschten Ergebnis. Es gibt verschiedene Techniken, mit denen möglichst wenige Narben entstehen und eine natürliche Form geschaffen wird. Häufig werden Straffungen mit einer Vergrößerung oder Verkleinerung der Brust verbunden.

Häufigste Methoden der Mastopexie

  • Cirkuläre (periareoläre) Straffung: Ringförmige Hautentfernung um die Brustwarze, geeignet bei geringem Hautüberschuss.
  • Vertikale Straffung (Lejour-Technik): Zusätzlich Hautentfernung unterhalb der Brustwarze, bessere Projektion, narbensparend.
  • T-Schnitt: Vollständige Entfernung des Hautüberschusses, horizontale Narbe in der Unterbrustfalte, für mittleren/großen Hautüberschuss.

Kombinierte Verfahren

  • Straffung der Brust: Entfernung von Hautüberschuss, Versetzen der Brustwarze und ggf. Verkleinerung des Warzenvorhofs.
  • Straffung mit Verkleinerung: Teilentfernung von Drüsengewebe zur Reduktion der Brustgröße.
  • Straffung mit Brustvergrößerung: Kombination mit Implantaten oder Eigenfett wenn mehr Volumen gewünscht wird.

OP-Dauer, Erholungsphase und Nachbehandlung

  • Dauer: ca. 90 bis 180 Minuten, meist unter Vollnarkose.
  • Drainagen sind nicht immer notwendig, falls aber doch verbleiben sie in der Regel 1–2 Tage, danach Stütz-BH für 6 Wochen.
  • Je nach Nahtmaterial und Nahttechnik wären Fäden nach 2–3 Wochen entfernbar, wenn möglich können auch komplett selbst auflösbare Fäden verwendet werden. Kontrolltermine zur Wundbeurteilung.
  • Je nach OP-Technik werden 3 – 6 Wochen körperliche Schonung empfohlen.

In der Regel dauert die Operation zur Straffung der Brust etwa 90 bis 180 Minuten und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Operationstechnik können Drainagen eingelegt werden, die meist nach 1 bis 2 Tagen entfernt werden können.

Direkt nach der Brust-Operation oder auch erst nach dem Entfernen der Drainagen erhält die Patientin einen Stütz-BH. Abhängig vom individuellen Fall können Bruststraffungen ambulant oder stationär durchgeführt werden. Wenn keine resorbierbaren Nähte verwendet wurden, können die Fäden nach 2 bis 3 Wochen entfernt werden.

Zu Hause muss sich die Patientin mindestens drei Wochen nach der Brust-Operation körperlich schonen. Die Brüste können nach der Operation anschwellen und die Wundheilung muss sorgfältig beobachtet werden. Wie bei jeder Operation kann es auch beim Straffen der Brust zu Wundheilungsstörungen und Blutergüssen kommen. Bis etwa drei Wochen nach der Brust- OP können Verfärbungen an den Brüsten sichtbar sein. Selten kommt es zu Infektionen, extrem selten zu Thrombosen oder Embolien. Häufiger auftretende Beschwerden sind leichte Wundschmerzen und für einige Tage oder Wochen eine Minderung der Sensibilität an den Brustwarzen.

Mögliche Komplikationen

  • Wie bei jeder Operation kann es auch bei der Mastopexie zu Wundheilungsstörungen und Blutergüssen kommen.
  • Bis etwa drei Wochen nach der OP können Verfärbungen an den Brüsten sichtbar sein.
  • Infektionen treten selten auf, Thrombosen oder Embolien sind extrem selten.
  • Häufiger auftretende Beschwerden sind leichte Wundschmerzen und für einige Tage oder Wochen eine Minderung der Sensibilität an den Brustwarzen.
  • Dauerhafte Gefühlsstörungen können insbesondere dann auftreten, wenn große Mengen Drüsengewebe entfernt wurden.
  • Durchblutungsstörungen mit Absterben von Haut, Teilen der Brustwarze oder des Drüsengewebes sind sehr selten und kommen fast nur bei starken Raucherinnen vor.
  • In Einzelfällen kann die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden oder verloren gehen.
  • Wenn eine Narbe verbreitert oder wulstig wird, kann später eine kleine Korrektur notwendig werden.
  • Vor allem in den ersten 3 Wochen nach der Operation sollte Nikotingenuss (auch Pflaster oder Kaugummis) auf ein Minimum beschränkt werden, da Nikotin die Durchblutung verschlechtert und eine gute Wundheilung erschwert.

Kosten / Preise

Die Kosten einer Bruststraffung setzen sich zusammen aus dem Honorar des Chirurgen, den Kosten für Assistenz, Anästhesie, Verbrauchsmaterialien, OP-Benutzung, ggf. Implantaten und des Klinikaufenthalts. Auch wenn viele Bruststraffungen rekonstruktive Operationen sind, übernehmen Krankenkassen die Kosten für das Straffen der Brust fast nur nach Krebsoperationen oder bei massiven angeborenen Brustdeformitäten. Die Gesamtkosten einer Bruststraffung bewegen sich durchschnittlich zwischen 5.000 und 8.000 Euro.

Fragen und Antworten

Wie lange hält das Ergebnis einer Bruststraffung?

  • Das Ergebnis einer Bruststraffung ist in der Regel langanhaltend, allerdings unterliegt die Brust weiterhin natürlichen Alterungsprozessen.
  • Schwangerschaften, starke Gewichtsschwankungen oder hormonelle Veränderungen können das Langzeitergebnis beeinflussen.
  • Das Bindegewebe verliert mit den Jahren wieder an Festigkeit, sodass die Brust nach einigen Jahren erneut erschlaffen kann.
  • Ein gesunder Lebensstil, stabile Gewichtslage und der Verzicht auf Nikotin tragen dazu bei, das Ergebnis möglichst lange zu erhalten.
  • Individuelle Faktoren wie Veranlagung, Hautqualität und Lebensgewohnheiten bestimmen die Haltbarkeit des Ergebnisses maßgeblich.

Wie wähle ich den richtigen Plastischen Chirurgen für eine Bruststraffung?

Die Wahl des richtigen Plastischen Chirurgen für eine Bruststraffung ist entscheidend für ein sicheres und zufriedenstellendes Ergebnis. Informieren Sie sich über die Praxis- und Operations-Erfahrung des Chirurgen.

Vorher-Nachher-Bilder

Vorher-Nachher-Bilder von Bruststraffungen dürfen aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht öffentlich veröffentlicht oder im Internet gezeigt werden. Der Grund dafür liegt im Heilmittelwerbegesetz, das Werbung mit patientenbezogenen Vorher-Nachher-Fotos bei plastisch-chirurgischen Eingriffen verbietet. Dies soll verhindern, dass Patienten durch idealisierte Darstellungen zu medizinischen Maßnahmen verleitet werden, ohne die Risiken und individuellen Voraussetzungen ausreichend zu berücksichtigen. So wird der Schutz vor unrealistischen Erwartungen und einer irreführenden Werbung sichergestellt.

Dennoch können und dürfen Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch individuelle Vorher-Nachher-Bilder gezeigt werden. Diese Bilder veranschaulichen reale Ergebnisse und helfen, die Möglichkeiten und Grenzen eines Eingriffs besser einzuschätzen. So erhalten Sie einen authentischen Eindruck vom Behandlungsspektrum Ihres Facharztes und können gemeinsam realistische Ziele definieren.

Vorsicht bei Rezensionen und Social Media Beiträgen

Lesen Sie Rezensionen oder Social Media Beiträge über Ärzte immer mit Vorsicht. Nicht alle Bewertungen sind echt oder ehrlich – manche sind gekauft oder von Freunden geschrieben. Auf Social Media zeigen viele nur perfekte Ergebnisse, Probleme und Risiken werden oft nicht erwähnt.

Achten Sie darauf, ob der Arzt oder die Ärztin ein anerkannter „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ ist. Prüfen Sie, ob Qualifikationen und Mitgliedschaften bei Fachgesellschaften wie der DGÄPC vorhanden sind.

Verlassen Sie sich nicht nur auf Bilder und positive Kommentare. Ein vertrauenswürdiger Arzt nimmt sich Zeit für ein persönliches Beratungsgespräch, erklärt ehrlich Chancen und Risiken und beantwortet alle Fragen.

Entscheiden Sie sich deshalb nicht nur aufgrund schöner Fotos oder vieler Sterne – informieren Sie sich gründlich!

Warum zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie?

Jeder ausgebildete Arzt kann sich „Schönheitschirurg“ nennen, egal ob dieser Zahnarzt, Facharzt für Gynäkologe oder Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist. Lediglich der Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ (früher auch als „Facharzt für Plastische Chirurgie“) ist geschützt.

Bezeichnungen wie „Kosmetischer Chirurg“, „Schönheitschirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sind keine geschützten Titel und können folglich von jedem Arzt geführt werden – fernab jeglicher Qualifikation.

Vorteile eines Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie bei der Bruststraffung

  • Fachärzte haben eine spezielle Ausbildung und viel Erfahrung mit Bruststraffungen.
  • Sie kennen die besten Methoden und können individuell beraten.
  • Das Risiko für Komplikationen ist geringer, weil sie genau wissen, wie die Operation sicher durchgeführt wird.
  • Sie zeigen Ihnen vorher echte Beispiele und erklären ehrlich die möglichen Ergebnisse und Risiken.
  • Auch nach der Operation werden Sie professionell betreut und bekommen schnelle Hilfe, falls Sie Fragen haben.

Vorteile für Patienten bei DGÄPC-Mitgliedschaft des Facharztes

Wenn Ihr Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Mitglied der DGÄPC ist, profitieren Sie als Patient von einer Reihe wichtiger Vorteile. Die DGÄPC vereint besonders gut ausgebildete Fachärzte, die über langjährige Erfahrung und umfangreiche Kenntnisse im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie verfügen. Durch die Mitgliedschaft verpflichten sich diese Fachärzte zu hohen Qualitätsstandards und einer kontinuierlichen Weiterbildung.

Das bedeutet für Sie:

  • Hohe fachliche Qualifikation: Mitglieder der DGÄPC verfügen nachweislich über eine fundierte Ausbildung und kennen die modernen Methoden und Techniken für Eingriffe wie die Bruststraffung.
  • Qualitäts- und Sicherheitsstandards: Sie können sich darauf verlassen, dass Ihr Facharzt nach aktuellen medizinischen Standards arbeitet und sich regelmäßig fortbildet.
  • Erfahrung und Professionalität: DGÄPC-Mitglieder haben viel Erfahrung mit unterschiedlichen Operationstechniken und können Sie individuell beraten, sodass Risiken minimiert und die besten Ergebnisse erzielt werden.
  • Transparenz und ehrliche Beratung: Die ärztliche Beratung ist ehrlich, realistisch und berücksichtigt Ihre individuellen Wünsche und Voraussetzungen – so erhalten Sie einen authentischen Eindruck vom möglichen Behandlungsspektrum.
  • Verlässliche Nachsorge: Auch nach dem Eingriff werden Sie professionell betreut und erhalten im Fall von Fragen oder Problemen schnelle und kompetente Unterstützung.

 

Insgesamt profitieren Sie als Patientin von einem Höchstmaß an Sicherheit und Qualität, wenn Ihr Facharzt Mitglied der DGÄPC ist. Sie können darauf vertrauen, dass Ihr Anliegen mit besonderer Sorgfalt und Expertise behandelt wird.

Was ist vor einer Bruststraffung zu beachten?

Vor einer Bruststraffung ist eine eingehende Beratung durch einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie das A und O.

Im Beratungsgespräch erfährt der Chirurg alles über die Vorgeschichte und die Beweggründe der Patientin und nicht zuletzt, was sie sich von dem Eingriff erhofft und welches Ergebnis sie sich wünscht.

Auf dieser Grundlage kann der Ästhetisch-Plastische Chirurg eine Empfehlung zum bestmöglichen Vorgehen bei der Bruststraffung aussprechen und der Patientin mögliche Risiken oder Alternativbehandlungen erläutern.

Wichtig: Im Rahmen des Beratungsgesprächs erfährt die Patientin auch, wie sie sich selbst auf den Eingriff vorbereiten kann und was im Zusammenhang mit der Narkose oder der vorherigen Einnahme von Medikamenten zu beachten ist. Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, in den Tagen vor einem chirurgischen Eingriff auf Nikotin und Alkohol zu verzichten, da sich diese negativ auf die Wundheilung auswirken können.

Wie läuft eine Bruststraffung ab?

Eine Bruststraffung dauert in der Regel zwischen anderthalb und drei Stunden und erfolgt unter Vollnarkose.

Das chirurgische Vorgehen ist weitestgehend von den individuellen Voraussetzungen der Patientin abhängig.

So kann der Chirurg zwischen unterschiedlichen Schnitttechniken wählen und je nach Zielsetzung die Straffung der Brust mit einer Brustvergrößerung (durch Einsetzen eines Implantats) oder einer Brustverkleinerung kombinieren. Grundsätzlich entfernt der Ästhetisch-Plastische Chirurg bei der Bruststraffung entstandene Haut- und Gewebeüberschüsse und sorgt zum Beispiel durch Bildung eines „inneren BHs“ dafür, dass die Brust nicht erneut zu hängen beginnt.

Welche Nachbehandlungen sind nach einer Bruststraffung notwendig?

Nach der Bruststraffung verbleiben für ein bis zwei Tage Drainagen in der Wunde.

Zudem erhält die Patientin einen speziellen Stütz-BH, der die Wundheilung unterstützt und damit zu einem guten Operationsergebnis beiträgt. Dieser BH sollte in den ersten sechs Wochen nach dem Eingriff konsequent getragen werden.

In den meisten Fällen empfiehlt sich ein kurzer stationärer Aufenthalt im Nachgang der Bruststraffung.

Nach zwei bis drei Wochen können die Fäden gezogen werden, bei weiteren Kontrollterminen macht sich der Chirurg ein Bild vom Verlauf der Wundheilung.

Insgesamt sollten sich Patientinnen nach einer Bruststraffung für mindestens sechs Wochen schonen und körperliche Belastungen ebenso vermeiden wie die Sauna und das Solarium.

Kann man eine Brust ohne OP straffen?

Eine Brust kann ohne Operation nur begrenzt gestrafft werden. Es gibt zwar spezielle Cremes, Massagen oder bestimmte Sportübungen, doch diese können das Aussehen der Brust nur wenig verbessern.

Zum Beispiel kann kräftiges Brustmuskeltraining helfen, die Brust insgesamt etwas straffer wirken zu lassen, da die Muskeln darunter stärker werden.

Trotzdem kann dadurch überschüssige Haut nicht entfernt und die Form der Brust nicht dauerhaft verändert werden. Wer wirklich eine deutliche Straffung des Busens möchte, erreicht das am besten durch eine Operation.

Was passiert mit den Brustwarzen bei einer Bruststraffung?

Bei einer Bruststraffung werden die Brustwarzen meistens zusammen mit der umgebenden Haut und dem Gewebe nach oben versetzt. Das heisst, die Brustwarzen bekommen einen neuen, höheren Platz auf der Brust, damit sie nach der Operation wieder in einer natürlichen und schönen Position sind. Die Haut rundherum wird ebenfalls gestrafft und überschüssige Haut entfernt.

Manchmal verändert sich die Form der Brustwarzen etwas und es kann sein, dass die Berührungsempfindlichkeit vorübergehend geringer ist. In seltenen Fällen kann die Sensibilität auch länger beeinträchtigt bleiben. Die Brustwarzen bleiben aber in der Regel erhalten und werden nicht entfernt.

Die genaue Veränderung hängt von der gewählten Operationsmethode und vom Ausgangszustand der Brust ab. Ziel ist immer, dass die Brustwarzen nach der Straffung natürlich aussehen und sich möglichst normal anfühlen.

Gibt es unterschiedlich starke Hängebrüste?

Ja, es gibt unterschiedlich starke Hängebrüste – das nennt man in der Fachsprache auch „Ptosis“. Die Brust kann nur ein wenig hängen oder schon deutlich tiefer sitzen.

Ärzte unterscheiden dabei meistens drei Stufen:

  • Leichte Hängebrust (Grad 1): Die Brustwarze ist ungefähr auf Höhe der Falte unter der Brust oder ganz wenig darunter.
  • Mittlere Hängebrust (Grad 2): Die Brustwarze sitzt klar unter der Unterbrustfalte, aber noch über dem tiefsten Punkt der Brust.
  • Starke Hängebrust (Grad 3): Die Brustwarze zeigt deutlich nach unten und liegt unterhalb des tiefsten Punktes der Brust.


Diese Einteilung ist meist subjektiv und hilft dem Arzt oder der Ärztin, die richtige Behandlung zu finden.

Aber wichtig ist: Jede Brust ist anders – die Einteilung ist nur eine grobe Orientierung.