Nasenkorrektur / Nasenoperation
Nasenkorrektur – Anspruchsvolle Behandlung für ein prominentes Organ
Nicht jeder ist mit seiner Nase zufrieden: Sehr prominent sitzt das Organ in der Gesichtsmitte und variiert von Mensch zu Mensch stark in Größe und Form. Aus diesem Grund gehören Nasenkorrekturen zu den ältesten und beliebtesten Anwendungen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Dabei sprechen sehr unterschiedliche Indikationen für eine Nasenoperation (Rhinoplastik).
Häufig sind nicht nur ästhetische, sondern auch funktionale Beeinträchtigungen vorhanden. So kann zum Beispiel eine schief stehende Nasenscheidewand eine OP erforderlich machen. Gerne lassen sich Patienten beide Aspekte den funktionellen und den ästhetischen in einer Operation behandeln.
Inhaltsübersicht
Wenden Sie sich an einen Experten
Wenden Sie sich beim Thema Nasenkorrektur an einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Unsere Mitglieder verfügen über fundierte Kenntnisse sowie jahrelange praktische Erfahrung und klären Sie gern über die Möglichkeiten der Nasenkorrektur auf.
Was zeichnet unsere Mitglieder aus?
Mitglieder der DGÄPC zeichnen sich wie folgt aus:
- umfassende mindestens 6-jährige fachärztliche Ausbildung zum Facharzt für Ästhetische und Plastische Chirurgie
- Tätigkeitsschwerpunkt Ästhetische Plastische Chirurgie
- mindestens 3-jährige berufliche Selbstständigkeit in eigener Praxis oder Klinik
- von mindestens 2 Mitgliedern der Gesellschaft verbürgte Standards
- regelmäßige Fortbildung
- hohe Qualitätsstandards
- patientenorientierte Beratung
- ethisches Engagement
Wir als Fachgesellschaft stellen hohe Anforderungen an die Aufnahme und überprüfen unsere Mitglieder regelmäßig, um ein Höchstmaß an Sicherheit und Kompetenz in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zu gewährleisten.
Für die Mitgliedschaft ist der Nachweis des Facharzttitels „Plastische und Ästhetische Chirurgie“ erforderlich, was eine mindestens sechsjährige spezialisierte Weiterbildung voraussetzt.
Um in unsere Gesellschaft aufgenommen zu werden, müssen Bewerber einen Nachweis über eine mindestens dreijährige Tätigkeit als niedergelassener Arzt mit eigener Praxis oder Klinik erbringen. Zusätzlich ist ein detaillierter OP-Katalog sowie eine Liste der eigenverantwortlich durchgeführten Operationen der letzten zwei Jahre vorzulegen. Des Weiteren sind Bürgschaften von zwei ordentlichen Mitgliedern, Ehrenmitgliedern oder ehemaligen Mitgliedern der Gesellschaft erforderlich.
Indikationen für eine Nasenkorrektur
- Höckernase: Nasenrücken bildet keine gerade Linie und verläuft uneben
- Breitnase: Nase erscheint proportional zu breit für das Gesicht
- Schiefnase: Nasenrücken oder Scheidewände asymmetrisch, Nase verläuft seitlich verschoben oder schief
- Plumpe Nasenspitze: verdickte Nasenspitze (ähnelt einer Kirsche)
- Ballonnase: Nasenflügel besonders ausgeprägt und gebläht
- Sattelnase: Einsenkungen im mittleren Drittel des Nasenrückens
Allgemeine Informationen zur Nasenoperation
Nasenkorrekturen zählen zu den häufigeren und gleichzeitig schwierigsten Operationen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Da die Nase eine komplizierte Anatomie mit vielen verschiedenen Gewebestrukturen wie Knochen, Knorpeln, Bändern, Muskeln, Haut, Schleimhaut und Bindegewebe aufweist, stellt die Nasen-OP hohe Anforderungen an den Operateur.
Lediglich erfahrene und spezialisierte Fachärzte sollten daher eine Nasenkorrektur durchführen. Die Risiken der Operation bleiben jedoch in Anbetracht der schwierigen Technik eher gering. Je nach Zielsetzung stehen für die Nasen-OP unterschiedliche chirurgische Methoden zur Verfügung.
Die Nase kann in Form, Höhe, Breite und Länge korrigiert werden. Dabei variieren die Operationstechniken je nach ärztlichem Befund und individueller Beschaffenheit der Nase.
Prinzipiell unterscheidet man zwischen einem geschlossenen und einem offenen Zugang. In der Plastischen Chirurgie werden viel Nasen offen operiert, da hier besserer überblick herrscht und die komplexen Umformungen präziser ausgeführt werden können.
Bei bestimmten Indikationen und Chirurgen kann aber auch narbenfrei durch kleine Einschnitte in der Nasenschleimhaut eine Nasenkorrektur durchgeführt werden. Komplizierte Nasenkorrekturen, etwa bei mehrfach voroperierter Nase, einer Verkleinerung der Nasenflügel oder Verkürzung der Nasenspitze, erfordern eine Schnittführung von außen (offene oder exonasale Rhinoplastik). Auch solche Nasenoperationen hinterlassen nicht oder kaum sichtbare Narben am Nasensteg oder an anderen Stellen.
Außerdem unterscheidet man generell nach der Erhaltenden (Preservation) und der Rekonstruktiven (Structural) Rhinoplastik. Bei ersterer wird der Nasenrücken erhalten und der Höcker deprojeziert, deswegen erhaltend. Bei letzterer wird der Nasenrückenin seine Einzelteile zerlegt und wieder neu errichtet, deswegen rekonstruktiv. Die Techniken für die Nasenspitzen Formung sind in beiden Verfahren mannigfaltig aber ähneln einander.
Wann ist eine Nasenkorrektur sinnvoll?
- Wenn die Form der Nase das Selbstbewusstsein beeinträchtigt oder man mit dem Aussehen unzufrieden ist.
- Bei funktionellen Problemen, zum Beispiel wenn die Nasenatmung gestört ist.
- Nach Unfällen oder Verletzungen, wenn die Nase schief oder verformt ist.
- Wenn angeborene Fehlbildungen vorliegen, die das Aussehen oder die Funktion der Nase beeinträchtigen.
- Wenn medizinische Gründe, wie eine stark verkrümmte Nasenscheidewand, eine Operation erforderlich machen.
Eine Nasenkorrektur ist sinnvoll, wenn sie das Wohlbefinden verbessert oder gesundheitliche Probleme löst. Vor einer Entscheidung sollte immer ein ausführliches Gespräch mit einem Facharzt erfolgen, damit alle persönlichen Wünsche und medizinischen Aspekte berücksichtigt werden.
Wann sollte von einer Nasenkorrektur Abstand genommen werden?
Von einer Nasenkorrektur sollte Abstand genommen werden, wenn akute Infektionen der Atemwege oder der Nasennebenhöhlen vorliegen, da das Risiko für Komplikationen erhöht ist. Auch bei bestehenden schweren Grunderkrankungen, wie etwa unbehandelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutgerinnungsstörungen oder einer schlecht eingestellten Diabetes, ist ein operativer Eingriff nicht ratsam.
Ebenso wird bei Jugendlichen vor Abschluss des Wachstums in der Regel von einer Nasenkorrektur abgeraten, da sich Form und Größe der Nase noch verändern können. Generell sollte die Entscheidung zu einer Nasenoperation nur nach sorgfältiger Abwägung aller Risiken und einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem Facharzt getroffen werden.
Wann ist die Beste Zeit für eine Nasenkorrektur?
Die beste Zeit für eine Nasenkorrektur ist meistens dann, wenn Sie sich fit und gesund fühlen und keine Infektionen, wie zum Beispiel eine Erkältung, haben. Auch Schul- oder Arbeitsferien eignen sich gut, da Sie sich nach dem Eingriff ausreichend ausruhen können. Am wichtigsten ist aber, gemeinsam mit Ihrem Arzt den passenden Zeitpunkt zu wählen, damit Sie optimal vorbereitet sind und die Heilung reibungslos verläuft.
Warum zeigen wir keine Vorher-Nachher-Bilder?
Die Veröffentlichung von Vorher-Nachher-Bildern im Internet oder auf Broschüren ist aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht erlaubt. Im Rahmen Ihres Beratungsgesprächs können wir Ihnen selbstverständlich Vorher-Nachher-Bilder zeigen.
Sie können sich darauf verlassen, dass wir Sie persönlich und individuell beraten – so erhalten Sie alle relevanten Informationen direkt und transparent vor Ort. Wir freuen uns darauf, Sie umfassend zu informieren und gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für Ihre Wünsche zu finden.
OP-Dauer, Erholungsphase und Nachbehandlung bei einer Nasenkorrektur
Nasenkorrekturen werden meist in Vollnarkose durchgeführt, kleinere Eingriffe auch unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf. Die Operation dauert etwa 60 bis
120 Minuten. Ein stationärer Aufenthalt ist in der Regel nicht notwendig, kann bei Bedarf aber sinnvoll sein. Nach einer Nasen-OP sollten Patienten sich sehr schonen, da üblicherweise starke Schwellungen im Gesicht zu erwarten sind. Zur Stabilisierung wird die Nase für etwa 7-10 Tage durch eine äußere Schiene über Pflasterstreifen in ihrer neuen Form fixiert.
Die mit der Nasen-OP verbundenen Risiken sind generell gering, Schmerzen kommen eher selten vor. Häufiger verspüren Patienten Spannungsgefühle und Druck in der Nase. Selten kann nach der Operation Nasenbluten auftreten, das sofort behandelt werden sollte. Darüber hinaus bestehen die üblichen mit einem medizinischen Eingriff verbundenen Risiken.
Risiken & Nebenwirkungen – was sind die Nachteile einer Nasen-OP?
- Schwellungen und Blutergüsse:
Nach der Operation kommt es oft zu starken Schwellungen und blauen Flecken im Gesicht, die mehrere Tage anhalten können. - Nasentamponaden:
Direkt am Ende des Eingriffs werden Septumschienen eingesetzt, die beim Entfernen leicht unangenehm sein können. - Nasenbluten:
In den ersten Wochen kann es vereinzelt zu Nasenbluten kommen, das sofort behandelt werden sollte. - Narbenbildung:
Bei offenen Operationstechniken entstehen kleine Narben am Nasensteg, meist sind diese jedoch kaum sichtbar. Alle anderen Narben liegen von außen unsichtbar im Naseneingang versteckt. - Infektionsrisiko:
Infektionen sind bei Nasenoperationen aufgrund spezieller lokaler Körperabwehr sehr selten. Wie bei jeder Operation kann sich die Wunde entzünden, was eine Nachbehandlung nötig macht. Rauchen sollte wie bei allen Operationen für 4 Wochen nach dem eingriff gemieden werden. - Gefühl von Spannung:
Manche Patienten verspüren nach der OP ein Spannungsgefühl in der Nase, das meist von selbst wieder verschwindet. - Empfindlichkeit:
Die Nase reagiert nach der OP oft empfindlich auf Druck oder Kälte, das kann bis zu Monaten andauern. - Risiken der Narkose:
Bei einer Vollnarkose bestehen die üblichen Risiken, wie bei anderen Operationen auch. - Nicht zufriedenstellendes Ergebnis:
Das Endergebnis ist oft erst nach einem Jahr sichtbar. Es kann vorkommen, dass die gewünschte Form nicht erreicht wird und eine Nachoperation nötig ist. - Einschränkungen im Alltag:
Direkt nach der OP sollte auf Sport, Sauna und starke körperliche Belastung verzichtet werden. Auch beim Naseschnäuzen und Zähneputzen ist Vorsicht geboten.
Im Allgemeinen sind die Risiken und Nebenwirkungen einer Nasenkorrektur eher gering, dennoch ist eine sorgfältige Abwägung und Beratung durch einen Facharzt wichtig.
Kosten und Preise
In der Regel müssen Patienten mit Kosten ab 4.500 Euro aufwärts rechnen. Da Nasenoperationen auch zum Teil medizinisch indiziert sein können, etwa bei der Nasenscheidewand-OP, ist ein Kostenzuschuss durch die Krankenkasse möglich. Patienten sollten sich darüber vor der Operation informieren.
Fragen und Antworten Nasenkorrektur
Wann und warum sollte ich für eine Nasenkorrektur zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie gehen?
Für eine Nasenkorrektur empfiehlt es sich, einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufzusuchen, insbesondere wenn der Fokus auf ästhetischen Verbesserungen und einer individuellen Formgebung liegt. Plastische Chirurgen verfügen über eine spezialisierte Ausbildung im Bereich der ästhetischen und rekonstruktiven Gesichtschirurgie und sind besonders geschult, harmonische Proportionen zu schaffen und gleichzeitig die Funktion der Nase zu erhalten. Sie bringen umfassende Erfahrung in der Kombination von medizinischer Notwendigkeit und ästhetischem Anspruch mit.
Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie bietet daher den Vorteil, sowohl Funktion als auch Form optimal und nach den Wünschen des Patienten zu vereinen. Dies ist besonders wichtig, wenn neben der Atmungsverbesserung auch eine harmonische und natürliche Nasenform erzielt werden soll.
Zusammenfassend profitieren Patienten bei einer Nasenkorrektur beim Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie von einer ganzheitlichen Betrachtung, moderner Operationstechnik und einem ausgeprägten ästhetischen Verständnis, wodurch die Erfolgsaussichten für ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis steigen.
Was ist vor einer Nasenkorrektur zu beachten?
Wie vor jeder Operation stellt auch bei der operativen Korrektur der Nase das Beratungsgespräch den ersten wichtigen Punkt auf der Tagesordnung dar.
Ein ausführliches Gespräch mit dem Operateur ist deshalb wichtig, da es für jeden Patienten individuell die richtige Methode und Technik gibt. Nicht zuletzt ist es auch von großem Belang, funktionelle Beeinträchtigungen der Nase vor der Operation auszuschließen.
Wenn zum Beispiel eine Infektion in den Atemwegen oder Nebenhöhlen vorliegt, ist von einem Eingriff abzuraten. Patienten sollten sich bereits vor dem ersten Beratungsgespräch informieren und all Ihre Fragen und Wünsche zur Operation notieren.
Wie läuft eine Nasenkorrektur ab?
Eine Nasenkorrektur bietet vielfältige Möglichkeiten und die Operationsmethoden sind dementsprechend breit gefächert.
Form, Höhe, Breite und Länge der Nase können korrigiert werden und nicht jeder Eingriff verläuft gleich.
Je nach Patient, Beschaffenheit der Nase, individuellem Wunsch des Patienten und ärztlichem Befund können unterschiedliche Techniken angewandt werden. Grundsätzlich bleibt nach einer Nasenkorrektur keine sichtbare Narbe zurück, da der Operateur durch kleine Schnitte in der Nasenschleimhaut operieren kann.
Eine äußerliche Schnittführung muss nur dann vorgenommen werden, wenn die Nasenkorrektur die Verkleinerung der Nasenflügel oder die Verkürzung der Nasenspitze beinhaltet. Diese Art von Eingriff hinterlässt kaum bis nicht sichtbare Narben am Nasensteg oder anderen Stellen.
Welche Nachbehandlungen sind bei einer Nasen-OP nötig?
Im Regelfall muss sich der Patient, der sich einer Nasenkorrektur unterzogen hat, vorerst schonen. Schwellungen und Blutergüsse sind nach einem solchen Eingriff normal, auf starke körperliche Aktivitäten sollte die ersten Tage nach der Operation wenn möglich verzichtet werden.
Mit bis zu zwei Wochen Pflasterstreifen und Gips oder ähnlichem aus Alu oder Kunststoff muss der Patient ebenfalls rechnen, damit das Operationsergebnis stabilisiert wird und die Nase diese Form behält.
Nach ein bis fünf Tagen sog. Nasenschleudern (Sekret und Blut aufnehmende Kompressen vor den Nasenlöchern), die eventuelle Sickerblutungen auffangen, entfernt.
In den ersten Tagen nach der Operation können Patienten ausschließlich auf dem Rücken und in relativ aufrechter Position schlafen und vorwiegend flüssige bzw. sehr weiche Nahrung zu sich nehmen.
Wer sich einer Nasenkorrektur unterzieht, sollte sich sofern er nicht wegen des funktionellen Eingriffs krankgeschrieben wird, mindestens die ersten zwei bis drei Wochen nach der Operation freinehmen, damit der Heilungsprozess besser verläuft.
Trotz Schwellungen und Blutergüssen, mit denen Patienten entstellt aussehen können, ist die Heilungsphase nach einer Nasenkorrektur kaum schmerzhaft.
Bei Schmerzen sollte der Patient den behandelnden Arzt aufsuchen. Eine empfindliche Reaktion der Nase auf Druck oder Kälte ist bis zu sechs Wochen nach der Operation noch im normalen Bereich. Auf Sport oder Sauna sollte in dieser Zeit verzichtet werden. Besondere Vorsicht ist auch beim Naseschnäuzen, Zähneputzen und bei der Gesichtsreinigung geboten. Nach etwa einem Jahr ist das endgültige Ergebnis der Nasenkorrektur zu sehen.
Mitwirkende Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie an diesem Artikel
Dr. med. Florian Sandweg
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in Rosenheim
Dr. med. Nuri Alamuti
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in Wiesbaden
Dr. med. Helge Jens
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in Aachen
Dr. med. Eckart Buttler
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in München
Dr. med. L. Rainer Rupprecht
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
in Essen





