Schweißdrüsenbehandlung gegen übermäßiges Schwitzen

Schluss mit übermäßigem Schwitzen

Schweissdruesenabsaugung

Ob beim Sport oder bei Hitze – schwitzen ist gesund und natürlich, denn Schweiß erfüllt zwei wichtige Funktionen: Er reguliert die Körpertemperatur und hält die Haut geschmeidig. Bei einigen Menschen kommt es allerdings zu einer übermäßig ausgeprägten Schweißproduktion; sie schwitzen nicht nur bei körperlicher Belastung oder besonderem Stress, sondern nahezu immer sehr stark.

Bei permanenter Schweißbildung handelt es sich um die Krankheit Hyperhidrose. Patienten empfinden durch große Schweißflecken und Geruchsbildung oft einen hohen Leidensdruck. Die Folge sind häufig Unsicherheit und Isolation. Doch einfache und sanfte Behandlungsmethoden können ihnen wieder zu Wohlbefinden und Lebensqualität verhelfen.

Wenden Sie sich an einen Experten

Wenden Sie sich beim Thema Schweißdrüsenabsaugung an einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die Mitglieder der DGÄPC verfügen über fundierte Kenntnisse sowie jahrelange praktische Erfahrung und klären Sie gern über die Möglichkeiten der Schweißdrüsenabsaugung auf.

Diagnose und Indikation

Wer unabhängig von körperlicher Aktivität und der Umgebungstemperatur mit permanentem, übermäßigem Schwitzen kämpft, zeigt deutliche Anzeichen einer Hyperhidrosis. Um selbst die Stärke der Betroffenheit einschätzen zu können, bieten gewisse Faustregeln ein gutes Maß. In drei Schweregrade unterteilt, kann man sich beispielsweise am Durchmesser von Schweißrändern unter den Achseln orientieren (5-10cm / 10-20cm / mehr als 20cm) oder an der Schweißproduktion an Händen und Füßen.

Generell ist zu beachten, dass es zwei Formen der Hyperhidrosis gibt. Eine primäre, meist vererbliche Hyperhidrosis liegt in den häufigsten Fällen schon in jungen Jahren vor und tritt oftmals nur an bestimmten Stellen des Körpers auf. Da die medizinische Ursache noch unbekannt ist, können nur die Symptome behandelt werden. Eine sekundäre Hyperhidrosis folgt aus einer Vorerkrankung, beispielsweise hormonellen oder neurologischen Störungen, kann allerdings auch durch die Einnahme von Medikamenten oder erhöhten Stress ausgelöst werden.

Der Übergang zwischen starkem Schwitzen und einer Hyperhidrosis ist fließend. Nur ein intensives Gespräch und eine ausführliche Familienanamnes können dem Facharzt helfen festzustellen, ob das Schwitzen behandlungsbedürftig ist und wenn ja, nach welchen Methoden vorgegangen werden sollte. Dabei gilt es vor allem herauszufinden, ob der Patient im Alltagsleben stark eingeschränkt ist und das Schwitzen als Belastung empfindet.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hyperhidrose

Übermäßiges Schwitzen tritt vor allem an Händen und Füßen, den Achseln oder am Kopf auf. Es bieten sich drei wesentliche Behandlungsmethoden:

Schweißdrüsenabsaugung

Sanftes Absaugen der Schweißdrüsen unter örtlicher Betäubung mit einer Saugkürette (auch Schweißdrüsenabsaugung genannt). Dieser Eingriff ist nur für die Region unter den Achseln geeignet. Bei dieser sanften Methode der Hyperhidrosebehandlung ist die Schweißdrüsenabsaugung (Saug-Kürettage), bei der mithilfe einer speziellen Kanüle die Schweißdrüsen erst an den Nervenfasern abgetrennt und schließlich abgesaugt werden. Diese Methode hat den Vorteil geringer Narbenbildung.

Patienten können bereits nach ein bis zwei Tagen wieder leichte Tätigkeiten ausüben. Schweißdrüsen wachsen nicht wieder nach und der Patient wird durch die Methode dauerhaft von seinem Problem befreit. Lediglich die nervale Versorgung verbliebener Schweißdrüsen kann sich wieder regenerieren. Die Schweißsekretion fällt danach jedoch nur noch gering aus. Alternativ kann auch die Wasserstrahlassistierte Liposuktion zur Entfernung der Schweißdrüsen eingesetzt werden.

Verödung der Schweißdrüsen

Verödung der Schweißdrüsen durch Laserbehandlung

Botulinumtoxin

Behandlung mit Botulinumtoxin Typ A. Die Behandlung ist für Achseln, Hände, Füße oder Stirn geeignet.

miraDry®

Beim MiraDry®-Verfahren wird die thermische Mikrowellenenergie genutzt, um die Schweißdrüsen in örtlicher Betäubung die Schweißdrüsen in den Achselhöhlen zu veröden. Klinische Studien haben gezeigt, dass diese Resultate dauerhaft anhalten können.* Die zerstörten Schweißdrüsen wachsen nicht nach und sogar die Behaarung in der Achsel kann reduziert werden.

OP-Dauer, Erholungsphase und Nachbehandlung

Das Absaugen der Schweißdrüsen nimmt der Ästhetisch-Plastische Chirurg ambulant vor. Die Operation dauert etwa 60 bis 90 Minuten und erfordert zwei bis drei Kontrolltermine. Fadenzug ist ab dem achten Tag möglich.

Für die Nachsorge der operativen Schweißdrüsenentfernung sollten zwei bis drei Termine eingeplant werden. Eine Sport-Pause von circa drei Wochen wird ebenfalls empfohlen. Leichte Tätigkeiten sind bereits nach einem Tag wieder möglich.

Das Entfernen der Schweißdrüsen ist durch Lokalanästhesie schmerzlos und kann ambulant erfolgen. Komplikationen treten sehr selten auf. Wundheilungsstörungen, Lymphansammlung unter der Haut (Serome), Absterben von Gewebe (Nekrosen), vergrößerte Narben und Gefühlsstörungen sind möglich, treten aber nur sehr selten auf.

Kosten und Preise

Die Kosten der Behandlung hängen vom Umfang des Eingriffs, der Narkoseart, der ambulanten oder stationären Versorgung, dem Operations-, Material- und Personalaufwand ab. Sind die Gründe für eine Operation rein ästhetischer Natur, so muss der Patient die Kosten selbst tragen. Bei einer medizinischen Indikation, also beispielsweise starken psychischen Problemen durch übermäßiges Schwitzen, übernimmt die Krankenkasse gegebenenfalls die Kosten des Eingriffs. In der Regel tragen die Krankenkassen die Kosten jedoch nicht.

Fragen & Antworten Schweißdrüsenbehandlung

Bevor sich Patienten für eine Schweißdrüsenbehandlung entscheiden, findet zunächst ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt statt. Nur wenn konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg gebracht haben, kommt ein chirurgischer Eingriff infrage. Eine ausführliche Anamnese hilft unter anderem dabei, zu klären, ob die Hyperhidrose erblich bedingt vorliegt. Entsprechend den individuellen Umständen des Patienten kann die passende Behandlungsmethode ausgewählt werden.

Eine Schweißdrüsenbehandlung kann auf mehrere Arten erfolgen.

Entscheidend für die Wahl des passenden Verfahrens sind die persönlichen Voraussetzungen des Patienten, das heißt, wie stark und an welchen Körperregionen die Symptome auftreten.

Leidet der Patient vor allem an übermäßigem Schwitzen unter den Achseln, eignet sich besonders die Schweißdrüsenabsaugung. Dieses Verfahren wird minimalinvasiv durchgeführt und birgt nur geringe Risiken. Dabei werden die Schweißdrüsen an den Achseln mit dem umliegenden Fettgewebe vorsichtig abgesaugt.

Ähnlich wie bei einer Fettabsaugung schwemmt eine Tumeszenzlösung das Gewebe auf, anschließend kann der Operateur es mit einer sehr feinen Kanüle absaugen. Durch das Verfahren kann in der Regel eine deutliche und dauerhafte Verbesserung der Symptomatik erreicht werden. In einigen Fällen kann ein zweiter Eingriff notwendig sein, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ein neues nichtinvasives Verfahren zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen ist die „Miradry“-Methode. Dabei werden die Schweißdrüsen mit Mikrowellen behandelt. Durch die entstehende Hitze werden sie dauerhaft zerstört.

An fast allen Körperstellen kann auch Botulinumtoxin zur Behandlung der Hyperhidrose eingesetzt werden. Der Wirkstoff lähmt die Muskeln am Rande der Schweißdrüsen und verhindert so das Schwitzen. Der Eingriff kann ambulant und ohne Narkose durchgeführt werden. Im Bereich der Achseln hält die Wirkung zwischen sechs und zehn Monaten an.

Eine weitere Behandlungsmethode ist die endoskopische Sympathikusblockade. Dabei werden die Nervenbahnen, die die Schweißproduktion anregen, blockiert oder durchtrennt. Für Patienten, die sowohl am Kopf und an den Händen als auch an den Füßen übermäßig schwitzen, ist dieser Eingriff jedoch nicht empfehlenswert, da der Körper den Eingriff in vielen Fällen kompensiert und an anderen Stellen mehr Schweiß produziert.

Patienten, die sich mit Botulinumtoxin behandeln lassen oder eine Schweißdrüsenabsaugung vornehmen lassen, müssen keinen Klinikaufenthalt einplanen.

Lediglich in den ersten Tagen müssen sich die Patienten schonen und auf größere Anstrengungen verzichten.

Nach der Schweißdrüsenabsaugung muss für einige Tage ein Druckverband getragen werden.

Bei einer endoskopischen Sympathikusblockade ist dagegen ein stationärer Aufenthalt erforderlich. In den ersten zwei Wochen sollten Patienten zudem auf Sport verzichten, nicht schwer heben und die Narben nicht stark belasten.

Ratgeber zum Thema Schweißdrüsenbehandlung als PDF Download

Hier finden Sie unseren Patientenratgeber zum Thema Schweißdrüsenabsaugung als PDF Download

Ihr Kontakt zur Geschäftsstelle der DGÄPC

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