Qualitätsanspruch der DGÄPC

Was ist die DGÄPC? - Teil 2

Bereits 1972 schrieben es sich die Gründungsmitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie auf ihre Fahnen, die Qualität auf dem Gebiet der ästhetisch-plastischen Operationen und Behandlungen in Deutschland zu sichern und zu fördern. Dies ist natürlich heute noch genauso wichtig wie vor 45 Jahren, denn ästhetisch-plastische Operationen erfreuen sich großer Beliebtheit und stellen daher leider auch für allerlei schwarze Schafe und unqualifizierte Anbieter einen attraktiven Markt dar. Damit die DGÄPC interessierten Patientinnen und Patienten guten Gewissens ihre Mitglieder empfehlen kann, müssen die Mitglieder einige Kriterien erfüllen, um dem strengen Qualitätsanspruch der Fachgesellschaft zu genügen.

Qualität durch Facharztstandard

Mitglied der DGÄPC kann nur werden, wer über den Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ verfügt. Damit stellt die Fachgesellschaft sicher, dass sämtliche Mitglieder über eine fundierte Ausbildung auf dem gesamten Gebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie verfügen und sich mit den hier durchgeführten Behandlungen bestens auskennen. Was viele nicht wissen: Der Weg zum Facharzttitel führt über eine spezialisierte, praxisbegleitende und praxisbezogene Ausbildung, die in der Regel sechs Jahre dauert und zusätzlich zum normalen Medizinstudium absolviert wird. Ein qualifizierter Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie blickt also auf viele Jahre des Trainings und Lernens zurück sowie auf eine fundierte praktische Erfahrung, weil er während der Facharztausbildung bereits als Assistenzarzt in einer Klinik mit Weiterbildungsbefugnis gearbeitet hat und dabei das Behandlungsspektrum (zunächst unter Anleitung eines erfahrenen Kollegen) in der Praxis kennengelernt hat.

Qualität durch Spezialisierung und Erfahrung

Neben dem relevanten Facharzttitel müssen Ärzte, die Mitglied in der DGÄPC werden wollen, sich durch Spezialisierung auf ästhetische Behandlungen und durch viel Erfahrung auf diesem Gebiet auszeichnen. Nachweisen muss der Bewerber dies durch Vorlage unterschiedlichster Urkunden und Dokumentationen. So muss er bereits vor der Aufnahme in die DGÄPC mit dem Schwerpunkt Ästhetik mehrere Jahre niedergelassen tätig sein und darlegen, wie viele ästhetisch-plastische Operationen er in den vorangegangenen Jahren selbstständig durchgeführt hat. Als zusätzliche Sicherheit dafür, dass es sich bei dem Bewerber tatsächlich um einen ausgewiesenen Experten seines Faches handelt, muss er vor der Mitgliederversammlung der DGÄPC einen Vortrag halten und außerdem zwei Bürgen innerhalb der Fachgesellschaft benennen können, die seine Kompetenz und Qualifikation bestätigen.

Qualität durch kontinuierliche Weiterbildung

Die Anforderungen der DGÄPC an Qualität und Sicherheit enden aber nicht bei der Aufnahme in die Fachgesellschaft. Die Mitglieder verpflichten sich laut Satzung der DGÄPC dazu, sich kontinuierlich wissenschaftlich auszutauschen und sich fachlich weiterzubilden. Neben vielen anderen fachlichen Aktivitäten und Angeboten (siehe DGÄPC-Agenda) nehmen die DGÄPC-Mitglieder dafür natürlich auch regelmäßig an wissenschaftlichen Fachtagungen teil, zum Beispiel an der DGÄPC-Jahrestagung. Hier informieren sich die Fachärzte nicht nur über neue Methoden und Techniken, sondern tauschen sich auch mit Kollegen über Besonderheiten und Herausforderungen bei altbewährten Behandlungen und Eingriffen aus.

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