20.000 Brustvergrößerungen mit Implantaten pro Jahr

Pressemitteilung Brustvergrößerung

Berlin, 07. Mai 2015.

Nach aktuellen Erhebungen sieht die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) eine stabile Nachfrage beim Einsatz von Brustimplantaten. „Wir gehen von 20.000 ästhetischen Brustvergrößerungen mit
Implantaten pro Jahr aus“, so DGÄPC-Präsident Dr. Sven von Saldern. Dies geht
aus einer Erhebung unter Herstellern und Vertriebsfirmen hervor, die in
Deutschland Implantate für ästhetische Brustkorrekturen anbieten.

„Insgesamt lassen die Angaben der Industrie auf den Verkauf von rund 50.000 Brustimplantaten pro Jahr in Deutschland schließen“, so von Saldern. Demnach blieb der 2011 bekanntgewordene Skandal um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers PIP (Poly Implant Prothèse) weitgehend ohne Folgen für die Nachfrage in der Ästhetischen Brustchirurgie. Im Jahr 2011, unmittelbar bevor der PIP-Skandal seinen medialen Höhepunkt erlebte, wurden laut einer entsprechenden Erhebung der DGÄPC in Deutschland etwa 30.000 bis 45.000 Brustimplantate verkauft. Unter Berücksichtigung der für Rekonstruktionen verwendeten Implantate ging die DGÄPC von 15.000 bis 20.000 ästhetischen Brustvergrößerungen aus. Für den Präsidenten der Fachgesellschaft überraschend: „Brustvergrößerungen sind heute etwas beliebter als vor dem Skandal.“
Eine interne Befragung der DGÄPC bestätigt diesen Trend: Während das Interesse an Brustvergrößerungen mit Implantaten nach Bekanntwerden des PIP-Skandals zunächst leicht zurückging, sieht mittlerweile gut die Hälfte (52,4 Prozent) der in der DGÄPC organisierten Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie eine stabile Nachfrage auf dem Niveau von 2011. Mit 19,0 Prozent bemerkte etwa jeder fünfte Befragte sogar einen deutlichen Nachfrageanstieg bei Brustvergrößerungen. Aus Sicht der DGÄPC erfreulich: Knapp die Hälfte (47,6 Prozent) der Mitglieder gibt an, dass sich Patientinnen seit Bekanntwerden des Implantateskandals deutlich mehr mit den Risiken einer Brustvergrößerung auseinandersetzen und nach Herkunft und Qualitätsmerkmalen von Brustimplantaten fragen.
Trotz des teilweise bewussteren Umgangs mit dem Thema Brustimplantate sieht von Saldern für die Ästhetisch-Plastische Chirurgie insgesamt noch großen Aufklärungsbedarf: „Zu viele Patienten wissen nicht, woran sie einen qualifizierten Arzt erkennen“, so von Saldern. „Auch die Wichtigkeit eines ausführlichen Beratungsgesprächs ist vielen nicht bewusst.“ Die DGÄPC sieht sich in ihrem Anspruch, detailliertes Informationsmaterial über das Fachgebiet bereitzustellen, bestätigt: „Wir setzen auf umfassende Aufklärung und bauen unser Ratgeberprogramm kontinuierlich aus“, betont DGÄPC-Präsident von Saldern. Unter anderem informiert die DGÄPC mit digitalen Patientenratgebern und Checklisten über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen und Risiken sowie die notwendige Vor- und Nachsorge bei Brustvergrößerungen und anderen ästhetischplastischen Operationen.

Patientenratgeber zur Brustvergrößerung

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