Worauf achten Patienten bei der Wahl des Arztes?

Für die Entscheidung zu einer ästhetisch-plastischen Behandlung gibt es ganz individuelle Gründe. Oftmals empfinden Frauen wie Männer die entsprechende Indikation als so störend und hemmend, dass sie sich einem starken psychischen Druck ausgesetzt fühlen und sich teils sogar isolieren. Von der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie erhoffen sich viele Patienten nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Besserung. Daher ist es umso wichtiger, sich vertrauensvoll in die richtigen Hände zu begeben. Die Suche nach dem geeigneten Operateur oder behandelnden Facharzt erweist sich vielfach als Hürde, vor der Betroffene ratlos stehen. Woran erkennt man den richtigen Arzt für die gewünschte ästhetisch-plastische Behandlung oder Operation? Die DGÄPC-Statistik 2016 zeigt, basierend auf der bislang größten deutschlandweiten Patientenumfrage im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie, welche Kriterien die Wahl des Arztes am stärksten beeinflussen.

Der problematische Begriff „Schönheitschirurgie“

Bei der Wahl des behandelnden Arztes für eine ästhetisch-plastische Behandlung oder Operation genau hinzuschauen, ist entscheidend für das gewünschte Ergebnis. Denn vielfach bieten Ärzte oder sogar Nichtmediziner sogenannte Schönheitsbehandlungen an, ohne über eine entsprechende Ausbildung und weitreichende Erfahrung auf diesem Gebiet zu verfügen. Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist gesetzlich nicht geschützt und gibt somit wenig Auskunft über die medizinische beziehungsweise chirurgische Ausbildung des Anbieters.

Wichtige Qualitätsmerkmale eines Arztes

In erster Linie sollten Patienten daher auf den Facharzttitel schauen, denn nur ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist für Behandlungen oder Operationen auf diesem Gebiet umfassend ausgebildet. Ebenso spielen die Erfahrung und die Qualifikation sowie eventuelle Spezialisierungen eine entscheidende Rolle. Je öfter ein Ästhetisch-Plastischer Chirurg eine bestimmte Operation erfolgreich durchgeführt hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Ergebnis wunschgemäß und bei möglichst geringem Komplikationsrisiko erzielt wird. Die Zugehörigkeit zu einer namhaften Fachgesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie kann ebenfalls als Entscheidungsfaktor bei der Arztwahl dienen. Die Aufnahme als Mitglied in medizinische Fachgesellschaften wie die DGÄPC unterliegt strengen Kriterien, die somit die Kompetenz des jeweiligen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen bestätigen.

Vor jeder ästhetisch-plastischen Behandlung werden im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches die Motivation des Patienten zur OP, das gewünschte Ergebnis, medizinische Möglichkeiten und Grenzen, verschiedene Verfahren sowie eventuelle Risiken und alternative Behandlungen besprochen. In diesem Gespräch können Patienten gezielt Fragen vorbereiten und stellen, um so die Seriosität und die Expertise des Arztes einschätzen zu können.

Worauf schauen die Patienten bei der Wahl des Arztes?

In der DGÄPC-Statistik 2016 gaben 49,8 Prozent der männlichen und sogar 58,6 Prozent der weiblichen Patienten an, bei der Wahl des Arztes vor allem auf dessen Ruf zu schauen. Auch ein vertrauensvoller Eindruck, der Expertenstatus und eine gute Beratung stellten maßgebliche Entscheidungsfaktoren dar. Damit waren es vor allem die sogenannten weichen Kriterien, nach denen sich Patienten bei der Wahl des Arztes für die ästhetisch-plastische Behandlung richteten. Auf den Facharzttitel, der auf diesem Gebiet eines der wenigen objektiven Qualitätskriterien darstellt, achteten immerhin 44,6 Prozent der Frauen und 39,5 Prozent der Männer.

Die DGÄPC-Statistik 2016 zum Download oder als Heft

Weitere interessante Einblicke in die Ästhetisch-Plastische Chirurgie finden Sie in der DGÄPC-Statistik 2016. Diese steht als kostenloser Download zur Verfügung oder kann auf Wunsch in gedruckter Form zugesendet werden.

Kommentare sind deaktiviert