Geschlechterverteilung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Männer beim Ästhetisch-Plastischen Chirurgen – das ist heute keine Seltenheit mehr und sorgt dennoch immer wieder für Aufsehen. Das liegt vermutlich daran, dass für die meisten Menschen der „typische“ Patient, der eine sogenannte Schönheitsoperation durchführen lässt, weiblich ist. Dabei ist heute mehr als jeder zehnte Patient auf diesem Gebiet ein Mann. Wir werfen einen Blick auf die Geschlechterverteilung und auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Ästhetisch-Plastische Chirurgie als Frauenthema

Frauen stellen nach wie vor den Großteil der Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Laut aktueller DGÄPC-Statistik sind 86,6 Prozent der Patienten weiblich. Insofern stimmt die Feststellung, dass die sogenannte Schönheitschirurgie vor allem ein Frauenthema ist. So prägen auch die Wünsche weiblicher Patienten stark das Spektrum der durchgeführten Eingriffe auf diesem Gebiet: Obwohl sie nur bei Frauen durchgeführt wird, steht die Brustvergrößerung mit Implantaten an erster Stelle der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen – und das seit Jahren. Auf Platz zwei und drei folgen die Augenlidkorrektur und die Fettabsaugung.

Geschlechterverteilung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Männliche Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Da die allermeisten Behandlungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie sowohl von Frauen als auch von Männern in Anspruch genommen werden, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass männliche Patienten auf diesem Gebiet immer selbstverständlicher werden. Nicht einmal die Brustchirurgie bildet eine strenge Ausnahme, da ästhetische Brustkorrekturen – Stichwort Gynäkomastie – durchaus auch für Männer ein Thema sein können. Hinsichtlich der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen unterscheiden sich Frauen und Männer aber: Während bei Frauen die Brustvergrößerung ganz oben im Ranking steht, konsultieren männliche Patienten den Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie am häufigsten wegen einer gewünschten Augenlidkorrektur. An zweiter und dritter Stelle folgen die Gynäkomastiebehandlung und Intimkorrekturen mit gleichem prozentualem Anteil.

Immer mehr Männer? Ein Blick auf den Trend

Heute sind 12,1 Prozent der Patienten in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie Männer und der eine oder andere Chirurg hat männliche Patienten sogar schon als besondere Zielgruppe für sich entdeckt. Interessant ist, dass der Männeranteil in den vergangenen Jahren trotz eines gewissen medialen Hypes eher rückläufig ist: Nach einem zwischenzeitlichen Hoch 2013 (17,1 Prozent) ging der Anteil männlicher Patienten in den letzten Jahren wieder leicht zurück.

Trend der Geschlechterverteilung in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

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