Ästhetisch-Plastische Chirurgie nach Gewichtsreduktion

Nach starkem Gewichtsverlust kommt es häufig vor, dass sich Haut und Bindegewebe nicht mehr der Körperform anpassen. Durch die starke Dehnung während des Übergewichts hat das Gewebe an Elastizität verloren und zieht sich nicht mehr wie ursprünglich zusammen. Die Haut hängt dann wie eine zu weite Hülle am Körper herab, was für Betroffene oft eine erhebliche Belastung darstellt. In diesem Fall kann der Ästhetisch-Plastische Chirurg dem Patienten durch gezielte Straffungen wieder zu einem besseren Körpergefühl verhelfen

Ästhetische Chriurgie nach Gewichtsreduktion

Bei jüngeren Patientinnen und Patienten ist ein vorangegangener massiver Gewichtsverlust der häufigste Grund für den Wunsch nach einer Straffungsoperation, bei älteren Patienten kann auch ein altersbedingter Elastizitätsverlust der Haut eine Ursache sein. Ein weiterer wichtiger Grund für die Überlegung hin zu einer Straffungsoperation können auch Hautüberschüsse nach Schwangerschaften sein. 

Ein Thema – viele Bezeichnungen

Das Leistungsspektrum der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie nach Gewichtsreduktion ist unter verschie-denen Bezeichnungen bekannt. Da es insbesondere für Patienten nach einer überwundenen Adipositas (sogenannte krankhafte Fettsucht), also nach massivem Gewichtsverlust, wertvolle Möglichkeiten bietet, wird dieses spezielle Feld der Plastischen Chirurgie auch Plastische Adipositaschirurgie genannt. 

Eine andere verbreitete Bezeichnung ist die Postbariatrische Chirurgie. Die Vorsilbe „Post-“, also „Nach-“ dient hierbei der Abgrenzung von bariatrischen Eingriffen, die der Gewichtsreduktion dienen, also beispielsweise dem Einsetzen eines Magenbandes oder Magenballons. Diese Eingriffe gehören nicht zum Gebiet der Plastischen Chirurgie. 

Dem Ästhetisch-Plastischen Chirurgen geht es nicht darum, das Abnehmen durch Straffungen oder eine Fettabsaugung zu unterstützen, sondern den Körper nach der Rückkehr zum Normalgewicht äußerlich wieder in Form zu bringen. Daher zählen manche Fachärzte die Ästhetisch-Plastische Chirurgie nach Gewichtsreduktion auch zum Gebiet der Wiederherstellenden oder Rekonstruktiven Chirurgie.

Wann ist eine Straffungsoperation sinnvoll?

Seröse Fachgesellschaften

Plastische Adipositaschirurgie, also eine Straffungsoperation an einer oder mehreren Körperstellen, ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein erheblicher Hautüberschuss vorliegt, der für den Betroffenen zu einer seelischen oder körperlichen Belastung wird. 

Eine sogenannte Fettschürze ist für einen Menschen, der es geschafft hat, Adipositas zu überwinden und sein Körpergewicht deutlich zu reduzieren, mit großer Frustration verbunden. Denn einerseits erinnert der Hautüberschuss laufend an die Fettleibigkeit, andererseits kann sich bei vielen Menschen auch kein besseres Körpergefühl einstellen, wenn Haut und Bindegewebe schlaff am Körper herabhängen. 

Hinzu kommt das Risiko, dass die erschlaffte Haut den sogenannten Jo-Jo-Effekt befördert: Im Frust über den eigenen Körper nehmen Betroffene wieder zu, um die zu große Hülle zu „füllen“. Doch neben der psychischen Belastung können Fettschürzen auch zu einem körperlichen Problem werden: Die Reibung der Hautlappen führt bei manchen Patienten zu Hautirritationen oder dauerhaften Entzündungen in den Umschlagfalten.

Welche Körperpartien kann der Ästhetisch-Plastische Chirurg straffen?

Grundsätzlich kann ein erfahrener Facharzt für Plas-tische und Ästhetische Chirurgie an jedem Körperbe-reich, der von überdehnten Hautlappen betroffen ist, eine Straffung durchführen. Zum typischen Spektrum der Plastischen Adipositaschirurgie zählen die Bauchdeckenstraffung, die Bruststraffung, die Oberarmstraffung und die Oberschenkelstraffung. 

Da sich die Spuren massiven Gewichtsverlusts in manchen Fällen auch im Gesicht zeigen, können gesichtschirurgische Behandlungen wie das Facelift, inklusive gezielter Straffungen von Hals und Stirn, ebenfalls dazu gezählt werden. Je nach Körperpartie und individuellem Befund, kann der Ästhetisch-Plastische Chirurg auf ein breites Spektrum unterschiedlicher chirurgischer Techniken zurückgreifen, um die Körperform nach massivem Gewichtsverlust wiederherzustellen. In seltenen Fällen liegen neben der Überdehnung von Haut und Bindegewebe auch kleine, abgegrenzte Fettareale vor. Bei Bedarf können diese mittels Liposuktion (Fettabsaugung) gezielt entfernt werden.

Übernehmen Versicherungen die Kosten für Plastische Adipositaschirurgie?

Krankenversicherungen übernehmen nicht standardmäßig die Kosten für eine Straffungsoperation nach massivem Gewichtsverlust und entscheiden generell im Einzelfall. Wenn ein starker Hautüberschuss bereits zu dermatologischen Problemen geführt hat, ist die Wahrscheinlichkeit einer Kostenbeteiligung der Krankenkasse zwar höher, Betroffene können sich aber nicht darauf verlassen. Patienten sollten daher immer im Vorfeld einer Operation mit ihrer Versicherung klären, ob und inwiefern sich diese an den Kosten des Eingriffs beteiligt.

Welcher Arzt ist der richtige für eine Straffungsoperation?

Operationen zur Körperstraffung gehören in das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie. Daher sollten Ein-griffe wie die Bauchdeckenstraffung, Bruststraffung, Oberarmstraffung, Oberschenkelstraffung oder Gesichtsstraffung immer von einem qualifizierten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie vorgenommen werden, der über ausreichend Erfahrung mit der Operation verfügt.

Deutsche Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie haben zusätzlich zum Medizinstudium eine sechsjährige spezialisierte Ausbildung durchlaufen und dabei das gesamte Spektrum der Plastischen Chirurgie kennengelernt, darunter wiederherstellende Operationen ebenso wie sämtliche Straffungsoperationen.

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Nach Gewichtsreduktion – Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Ästhetische Chirurgie nach Gewichtsreduktion

Nach größerem Gewichtsverlust kann die Ästhetisch-Plastische Chirurgie helfen, den Körper im wahrsten Sinne des Wortes wieder in Form zu bringen. Denn wer es schafft, starkes Übergewicht oder Adipositas zu überwinden und abzunehmen, ist mit dem Verlust der Pfunde oft noch lange nicht am Ziel. Häufig bleiben nach dem Gewichtsverlust überdehntes Gewebe und hängende Hautlappen zurück. Diese sogenannten Fettschürzen erinnern die Betroffenen ständig an das überwundene Übergewicht und stehen der Zufriedenheit mit dem eigenen Körper im Wege.

Mit einer Reihe unterschiedlicher Straffungsoperationen verfügt die Ästhetisch-Plastische Chirurgie über verschiedenste Möglichkeiten, den Patienten nach einer starken Gewichtsreduktion wieder zu einem besseren Körpergefühl zu verhelfen. Da bestimmte ästhetisch-plastische Operationen so häufig nach einer Gewichtsabnahme oder einer überwundenen Adipositas durchgeführt werden, sprechen einige Fachärzte von einem eigenen Spezialgebiet innerhalb der Plastischen Chirurgie. Hierfür sind die Bezeichnungen Plastische Adipositaschirurgie oder auch Postbariatrische Chirurgie gebräuchlich. Manch Ästhetisch-Plastischer Chirurg zählt Straffungsoperationen nach einer Gewichtsreduktion auch zum Gebiet der Rekonstruktiven Chirurgie, da auf diesem Wege die eigentliche Körperkontur wiederhergestellt wird.

Egal, welcher Sammelbegriff für Operationen nach starkem Gewichtsverlust verwendet wird: Es handelt sich praktisch immer um Straffungsoperationen. Vor allem die Bauchdeckenstraffung wird sehr häufig durchgeführt, wenn Patienten nach dem Abnehmen an hängendem Gewebe leiden. Aber auch Bruststraffung, Gesäßstraffung, Oberarmstraffung und Oberschenkelstraffung zählen zur Plastischen Adipositaschirurgie. In manchen Fällen hinterlässt starker Gewichtsverlust auch im Gesicht so deutliche Spuren, dass auch ein Hals-, Stirn- oder Facelift sinnvoll sein kann. Je nachdem, wie ausgeprägt das Übergewicht war und wie sehr sich der Gewichtsverlust auf die jeweiligen Körperpartien auswirkt, kann der Facharzt einzelne, gezielte Straffungen vornehmen oder verschiedene Straffungsoperationen miteinander kombinieren.

Straffungsoperationen folgen in der Regel einem ähnlichen Prinzip: Der Ästhetisch-Plastische Chirurg löst das überdehnte Gewebe von den darunterliegenden Schichten, strafft es, um verloren gegangene Konturen wiederherzustellen, und entfernt die Gewebeüberschüsse. Nach Möglichkeit setzt der Facharzt die Schnitte dabei so, dass sie später möglichst unauffällig unter der Kleidung verborgen werden können. In der Regel erfolgen Straffungsoperationen stationär und unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie im Dämmerschlaf. Im Beratungsgespräch klärt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie darüber auf, was vor und nach einer Straffungsoperation zu beachten ist und wie die Patienten selbst zu einer möglichst raschen Heilung und Erholung beitragen können.

Im neuen DGÄPC-Patientenratgeber haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema „Ästhetisch-Plastische Chirurgie nach Gewichtsreduktion“ zusammengefasst. Wir erklären, welche Körperpartien gestrafft werden können und in welchem Fall eine Straffungsoperation sinnvoll ist.

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